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Zenhter Band. To bis Z.]
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Waffersuchk 485

Wasfersvcht ist derjenige krankhafte Zustand deS thieri-schen und menschlichen Körpers, welcher ,n einer regelwidrigen An-häufung wäfferichter oder lymphatischer Flüssigkeit besteht. Diesekann sowohl in einer von den Höhlendes Körpers, als auch unterder äußern Haut Statt finden. Es gibt daher verschiedene Artenvon Wassersucht. Ist die lymphatische Flüssigkeit innerhalb derHöhle des Schädels, zwischen den Schädelknochen und der Hirn-haut, oder zwischen diaser und dem Gehirn, oder in den innernHöhlen des Gehirns, so heißt es Hirnwassersucht, auch innererWasserkopf. Ist die Wafferanhäufung zwischen dem Brustfell undden Lungen in der Brusthöhle, so heißt die Krankheit Brustwas-sersucht. Die Herzbeutelwaffersucht besteht in einer Ansammlungvon wafferähnlicher Flüssigkeit in dem häutigen Sack, welcher dasHerz umschließt. Bei der Bauchwassersucht sammelt sich diese Flüs-sigkeit in der Bauchhöhle.^ AIS eigne Art wird die Sackwasser-sucht hierher gezählt, des welcher das Wasser in einem beson-dern häutigen Sack im Unterleibe eingeschlossen ist. DieHautwaffecsucht (daß Ödem) bestehet in einer Ansammlungdes Wassers in dem Zellgewebe der Haut und unter dersel-ben. Der innere Wasserkopf findet am öftersten bei Kindern,seltener bei Erwachsenen Statt. Er verräth, sich bei denselbendurch die ungewöhnliche Größe und Ausdehnung deS Schä-dels, wobei die Nähte getrennt, die Fontanelle sehr groß,und die Schädelknochsn zuweilen durchlöchert sind; ferner durchbeständige Schläfrigkeit, Neigung zum Liegen, Stupidität, sehrweite für den Lichtreiz unempfindliche Pupillen, wozu endlich nochLähmung der untern Glieder, oder Convulsionen, Erbrechen u. s.w. kommt, unter welchen Zufällen der Tod erfolgt. Bei Erwach-senen kann der innere Wasserkopf auch vorkommen, obgleich nichtin dem hohen Grade von Ausdehnung, weil die Schädelhöhle festist, und sich nicht «nehm erweitern läßt, auch die Ursachen der Was»seranhaufling l'm Gehirn seltener bei ihnen Stattfinden, als bei Kindern.Dessenungeachtet können manche Arten des Wahnsinns, Fälle desschwarzen Staars u. a. m. darin ihren Grund haben. Au derHirnwassersucht können wir noch die Räckenmarkswaffersucht rech-nen, die bei Kindern als Rückenspalte erscheint, und oft mit deminnern Wasserköpfe verbunden ist. Bei dieser Krankheit pflegt anden Lendenwirbelbeinen ein Stück zu fehlen, wodurch eine Öffnungentsteht, durch welch«.eine weiche Geschwulst sich hervordrängt.Manche Fälle von Lähmung der untern Gliedmaßen bei Erwachse-nen rühren wahrscheinlich auch von Wasseransammlung in derRückenmarkshöhle her, obgleich die äußerlichen Merkmale fehlen.Brustwaffersucht ist im Anfang schwer zu erkennen, weil die Zei-chen davon trüglich find, und von vielen andern leichten Kränk-lichkeiten entstehen könne». Ängstliche und hypochondrische Men-schen bilden sich daher ein, Brustwassersucht zu haben, wenn sieeinmal einen Schmerz in der Brust, vorübergehende Beklemmung,Herzklopfen, u. dgl. m. verspüren, was alles von vorübergehen-den Ursachen entstehen konnte. Der Arzt hingegen kann nichtsorgfältig genug seyn, auch bei den kleinste» Äußerungen dieserKrankheit dem Grunde derselben nachzuforschen, um sie in derEntstehung zu entdecken und heilen zu können. Die gewöhnlich-sten Zeiche» sind: Druck in der Brust, ängstliches und beklemmtesAthmen, vorzüglich bei Bewegungen; besondere Ängstlichkeit bei