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Zenhter Band. To bis Z.]
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496 Wekrr (Carl Maria von)

ängstliche Vorsicht seiner Lettern, ihn gegen verwildernde Jugend«ge>ellschaft zu schützen, lehrten ihn früh mehr in sich selbst zu le-ben, und in der Welt der Phantasiern Beschäftigung und Glückzu suchen. Malerei und Musik theilten sich hauptsächlich inseine Jugendmuse. Von ersterer versuchte er mit Glück meh-rere Zweige zu pflegen, malte in Öl, Miniatur, Pastell, undführte auch die Radirnadel. Doch entschlummerte die Lust zu die-ser Beschäftigung bald, und die Tonkunst verdrängte, ihm selbstunbewußt, endlich ihre Schwester gänzlich. Eigenthümliche Nei-gung bestimmte seinen Aster, zuweilen seinen Aufenthaltsort zu 'wechseln; womit der Nachtheil verbunden war, auch die LehrerLfter zu wechseln. Doch wurde dieser Nachtheil durch das Erwecken iseiner eignen Kraft und der Nothwendigkeit aus eignem Nach-denken und "Fleißd zu schöpfen, bei diesem energischen Geiste desto :wirksamer ersetzt. Den biste» Grund zur kräftigen, deutlichen und !charaktervollen Spielart auf dem Klaviere, und gleichmäßigen Aus- !bildung beider Hände legte er bei dem braven, strengen und eifri- -gen Heuschkel in HUdburghausen (1796). Je mehr Webers Ba- !ker die allmählige Entwickelung eines großen Talents in. seinem ,Sohns wahrnahm, desto liebevoller sorgte er für dessen- weitere >Luc-bildung mit Aufopferung. Daher brachte er ihn auch einige ;Zeit zu Michael Haydn nach Salzburg. Doch stand dieser ernsteMann dem Kinde noch zu fern, welches nur wenig und mit gro-ßer Anstrengung von ihm lernte.. Im Jahre 179» ließ WebersVater zu dessen Aufmunterung 6 Fughetten von ihm drucken, seinerstes gedrucktes Werk, welches damals freundlich von der musika- llischen Zeitung angezeigt wurde. Zu Ende des Jahres 1798 kam ^We b er nach. München und erhielt im Gesänge bei dem Singmei- >ster Valesi, in der Komposition bei dem jetzigen HoforganistenKsicher Unterricht. Dem klaren, stufenweise fortschreitenden,sorgfältigen Unterrichte des Letzter» verdankt er größtentheils dieHerrschaft und den gewandten Gebrauch der Kunstmittel, vorzüg-lich in Bezug auf den reinen vierstimmigen Satz, . der dem Ton-dichter zur Veräußerung seiner Ideen so natürlich werden muß,wie dem Lichter Sylbenmaaß und Grammatik. Weber arbeitetemit unermüdetem Fleiße seine Studien aus. Damals sing sich auchseine Vorliebe zum Dramatischen an. bestimmt auszusprcchcn; erschrieb unter den Augen seines Lehrers eine Oper: die Machtder -Liebe und des Weins; daneben aber auch eine Misse,und mehrere andere Musikstücke, die später alle ein Raub derFlammen wurden. Bald darauf ergriff den regen, jugendlichenGeist, der alles Neue und Aufiehncrregende mit Hast sich zuzueig-nen suchte, die Idee, dem damals von Sennefeider in Mün-chen erfundenen Steindruck den Rang abzulaufen; und er glaubteendlich dieselbe Erfindung auch gemacht zu haben, und zwar mit jeiner noch zweckmäßigern Maschine versehen. Der Entschluß,diese Sache ins Große zu treiben, bewog ihn nebff seinem Vater„ach Freioerg in Sachsen zu ziehen, wo alles Material am be-quemsten rur Hand schien. Die Weitläuftigkeit und das Mechani-sche, Geisttödtende des Geschäftes aber ließen ihn gar. bald dieSache wieder aufgeben, und mit desto verdoppelter Lust die Kom-position fortsetzen. Er schrieb als vierzehnjähriger Knabe die vomRitttr von Seeinsberg gedichtete Oper: d a s W a ldm ädch en,welche im November iZvo auch gegeben wurde, und sich mit