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Zenhter Band. To bis Z.]
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Weber (Gottfried) 449

Bedürfnisse» des Menschen selbstdenkend zu würdigen und seinenGedanken Worte zu geben weiß, der endlich damit im Äußern diegrößte Feinheit und Sicherheit gesellschaftlicher Bildung verbindet,so möchten wohl sehr wenige der jetzt lebenden Lonkünstler ihmgleich kommen, gewiß keiner ihn übertreffen. Die großeAnzahl seiner, zum Theil im Stich erschienenen Comp»sitionen,enthält eine Menge von Jnstrumentalstücken, besonders fürconcertirende Instrumente und sehr geübte Spieler berechnet (Con-certe, Eoneertino's, Potpourri's und Harmvniestücke für Piano-forte, Clarinette, Fagott, Horn, Bioloncell, Sonaten. Varia-tionen, Polonaisen und Tänze, ein Clarinettquintett und einigeSymphonien), mehrere oben genannte Opern, von denen Sil-va na und Abü-Hassan die bedeutendsten sind, (noch urvertetder Componist an einer von Fr. Kind gedichteten Oper: die Jä-gersbraut, und einer Musik zu dem aus dem Französischen be-arbeiteten Drama: die Makkabäer) ferner die ebenfalls genann-ten Cantaten, unter denen die Cantater Kampf und Sieg,durch Größe, Fülle, Ideen, wie durch glänzende Bearbeitung im-ponirt, und eine nur igi? zur Vermählungsfeier der königl. sachs.Prinzessin gearbeitete italienische Cantate, mehrere schöne CoNcert-aricn, vierstimmige Gesangsstücke, und Lieder zum Klavier (be-sonders die mit so großem Beifall aufgenommene Liedersamm-lung: Leier und Schwert, worin man überall den poetischenund deklamatorischen Tonsetzer erkennt), endlich sein neustes großesWerk für die Kirche, die gediegene, zum Namenstage des Königsvon Sachsen componirte Misse nebst Lffertorium, von welcherim leipziger Kunstblatte igiS, St. yz. mit gebührendem Lobegesprochen worden ist. Vieles Interesse verspricht ein bald zu voll-endendes Werk, in welchem dieser geniale Mann seine Ansichtenund Erfahrungen unter dem Titel: Künstlerleben, ausspre-chen wird.

Weber (Gottfried), ein verdienter jetzt lebender Theoretikerin der Musik und practifcher Tonsetzer. Er ist geb. zu Mannheim1779, bildete sich durch guten unterricht, so wie durch Anhörenfremder Künstler in Wie», München, Caffel, GLrtingeN undFrankfurt zum ausübenden Musiker und erreichte auf der Flöte undauf dem Bioloncell einen bedeutenden Grad von Virtuosität, wid-mete sich aber späterhin fast vorzugsweise der ästhetischen undtechnischen Theorie der Musik, wovon er nicht nur in mehrernAufsätzen der Leipziger musikalischen Zeitung, an welcher er seit130z Theil nimmt, und vielen musikalischen Recensionen in denHeidelberger Jahrbüchern der Literatur, in der Jen. Lit Zeitung,sondern auch in einem besondern Werk«; Versuch einer geord-neten Theorie der Lonfetzfunst zum Selbstunter-richt mit Bemerkungen für Gelehrtere, wovon der erste Banddie Grammatik der Tonsetzkunst enthält, Mainz 1817. 8-, sehrschätzenswert!)« Proben abgelegt hat. Er war eine Zeit lang Di-rector der Kirchenmusik und des musikalischen Konservatorium« iltMannheim. Gegenwärtig lebt er als Richter und Mitglied desLhealerausschuffes in Mainz. Von seinen Kompositionen, welche«in großes Streben nach Einfachheit und declamatotischem Eha,raktcr auszeichnet, sind einige neuere Kirchenstücke mehrere Misse»,ein T's Oeuiri Igi2, eine iVlissa kunebii» oder Ke^üaein denManen der Sieger bei Leipzig rc. isiZ, beide an mehreren Orte»

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