Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
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Wechfelbriefe Soi

Wechsel. Ost gibt es mehrere Uso von einem Orte auf denandern, so daß man auf die kürzere oder längere übliche Friststellt; wird aber keine Zeit bestimmt, so muß der Trassant auchunbestimmt und so lange hasten, bis der Wechsel dem Trassaten zuGesicht gebracht ist; solche nennt man Gichtwechsel, Wechsela vier--. l!m das Giriren der Wechsel zu erleichtern, läßt sichder Rcmittent oft zwei oder mehrere Exemplare desselben Wech-sels geben; das eine, die Prima, sendet er gerade an den Ortdes Trassaten, um dort von einem Freunde sie präsentiern zu las-sen; dieser Freund ist nicht berechtigt, die Zahlung zu heben, wohlaber allenfalls zur Wersallzeit Sicherstellung vorn acceptirendenTheile zu fodern; das andere Exemplar, die Secunda, aufwelche bemerkt ist, bei wem die Prima zur Präsentation sich befinde,wird dann auf den indosstrt, dem damit gezahlt werden soll, ist sozum Giriren bestimmt und mag nun auch nach der Verfallzeit an-kommen. Der Verwahrer der acceptirten Prima muß diese demInhaber der Secunda ausliefern und gegen beide zahlt dann derAcccptant, weil eigentlich die Prima seinen Accept, die Secundaden rechten Jndoffatarius beurkunden soll. Wenn der Trassat nichtacceptirt oder nicht zahlt, so muß der Inhaber des Wechsels da-wider gerichtlich ober von einem Rotar dessen Weigerung, welchedann Protest genannt wird, beglaubigen lassen; hierauf berech-net er in dem Rück Wechsel (Ricambio), die Wechselsumm«nebst allem Schaden und fodert den Betrag vom Indossanten oderTrassanten ei», aber er ist auch schuldig, Jedem, der den protestir-ten Wechsel ihm bezahlen will, diesen zu überlassen. — Wenn Je-mand Wechsel vor der Beriallzeit kauft, so heißt dieser Kauf Dis-konto; billig werden dann für die Zeit, welche der Wechsel nochzu laufen hat, Zinsen abgezogen, in der Regel jedoch schr billigeZinsen, weil der Käufer im Wechsel selbst Sicherheit für die Zah-lung und zugleich das Mittel hat, sich in jedem Augenblicke bezahltzu machen; wie aber auf der einen Seite die Sicherheit oder Unsi-cherheit derer, welche für den Wechsel stehen, so kann auch aufder andern die Vielfältigkeit des Ansuchens um Disconto diesenAbzug mehr oder minder steigen machen/ In der Regel wird einWechsel ausgestellt auf die Münzsorte, welche am Orte der Zah-lung gilt, und die Quantität von Münze, worauf derselbe ge-wöhnlich gestellt und wornach gewöhnlich der Preis bestimmt wird,welchen dafür der Remittent entrichten soll, heißt die fixe Va-luta. So ist z. B. von Königsberg auf London und von Leipzigauf London die sixe Valuta ein Pfd. Tterl., von Königsberg aufHamburg die sixe Valuta Ein Hamburger Bancothaler, aber vonLeipzig auf Hamburg einhundert Bancothaler. Die Münze, inwelcher die Bezahlung für den Wechsel gewöhnlich gerechnet wird,heißt die bewegliche Valuta. Dar Verhältniß der sixen undbeweglichen Valuta zu einander, welches zu einer Zeit an einemOrte allgemein ist, heißt der Wechselcurs. Z. B. der Cur-ven Leipzig aufHamburg sieht 140. 6 heißt: das Hundert Banco-khaler in Hamburg als die sire Valuta, in Wechselbriefcn gegeben,wird mit 140 Lhlr. 6 Gr. sechs, als beweglicher Valuta bezahlt.Wenn in der beweglichen Valuta genau >v viel Werth an edlemMetall gezahlt wird, als der Werth des edlen Metalls der sixenbeträgt, so stecht derEurs »I. pari. Z. B. wenn ras englische Pf.Tterl, 22Z0 holländische Aß Silber enthält und der Curs von Kö-