SZs Wellington
übernahm der krßegserfahrne SouN den Oberbefehl über diemuthlosen Reste des französischen Heeres, Schnell bildete er einneues Heer und drang in die Pyrenäen vor, um jene beiden Fe-stungen zu entsetzen; allein Wellington schlug ihn vom LpstcnJulibis zum isten August aus den Gebirgen zurück, und behauptetesich in seiner Stellung. Darauf nahm er St. Sebastian mitSturm (d. 8. Sept.), ging den 7ten Octbr. über den GränzfluK,die Bidaffoa, und während er auf Frankreichs Boden, am Fußeder Pyrenäen, zu einem neuen Feldzuge sich rüstete, fiel auchPampluna den giften October. Mit dem Anfange des Jahres »tgl4 rückte er gegen Bayonne vor. In seinem Hauptquartiere be-fand sich (seit d. 3. Febr.) der Herzog von Angouleme, und Wel-lington ward von demselben bevollmächtigt, im Namen LudwigsXVIII. von Frankreich Besitz zu nehmen. — Durch geschickte Be-wegungen ward Soult genöthigt, die Ufer des Adour zu verlas-sen. Nun rückte John Hope gegen Bordeaux vor, während Wel-lington gegen Toulouse hinzog, und den glänzenden Sieg beiOrt hie- (27. Febr.) erkämpfte, worauf Soults Rückzug baldin wilde Flucht sich auflös'te. Das Bundesheer ging auf mehrernPunkten über den Adour, und Beresford rückte schon den tatenMärz in Bordeaux ein, wo man sofort den Banner des HausesBourbvn, die weißeFahne, auspflanzte. Darauf ward Soult ausseiner Stellung bei Larbes geworfen. Bor Toulouse nahm erdie letzte Schlacht an, und verlor sie (d. 10. Apr.). Wellingtonrückte in dieStadt ein (den i?ten). Hier erhielt er die Botschaft,daß Paris von den Verbündeten genommen war. Nun begab sichWellington in die Hauptstadt, wo er den gten Mai, den Lag nachdem Einzüge des Königs, eintraf. Dann machte er eine Ren« >nach Madrid, wo ihn Ferdinand VII. in seinen von den Cor-des schon 1312 erhaltenen Würden und Orden, als Herzog vonEiudad Nodrigv, Grand von Spanien der ersten Classe, Herzogvon Bittoria (seit dem iLten Decbr. izrZ) und Ritter des goldnenWließes, bestätigte. Bon Madrid begab sich Wellington nachLondon, wo ihn (d. 23. Juni) das Bolk mit Jubel empfing. DerPrinz-Regent hatte ihm den zten Mai 1314 die Würde einesHerzogs von Wellington ertheilt (Graf von Wel-lington hieß er bereits seit dem 22sten Februar 1812) und dasParlament bestimmte ihm außer den frühern Geschenken von 200,000Pf., eine Summe von 300.000 Pf. zum Ankauf von Landgütern.
Jetzt ernannte ihn der Prinz-Regent zum Botschafter inParis, wo er den 24sten August sein Creditiv Ludwig XVIII.überreichte. Doch bald nachher (den 1. Februar 1815) trat erals erster Bevollmächtigter Englands bei dem Kongresse zuWien an Lord Castlereagh'S Stelle. Hier unterzeichnete er denigten März die Achtserkiärung der in Wien versammelten Mächtegegen Buonaparte, und den Bundesvertrag vom 2gsten März ;zwischen Österreich , Rußland, Preußen und England. Daraufging er nach Brüssel (d. 6. April), wo er den Oberbefehl überdie brittischen, hannöverischen, holländischen und braunschweizi-schen Truppen übernahm. Als Buonaparte den igten Juni diePreußen angriff, befand sich Wellington in Brüssel. Sofortbrach er am röten mit dem Heers nack Quatre BraS auf, wo, bereits die Schlacht ihren Anfang genommen hatte. Tapfer wi-derstanden hier die Britten, Holländer, Hannoveraner und Braun«