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Lsngford. Seine beiden Söhne sind: Arthur, Marquis vonL)auro, geb. 1L07, und Carl, geb. igog. Unter seinen Brü-dern sind zu bemerken: Richard, Marquis Wellcsley,vormal. Eeneralgouverneur von Ostindien, und im I. 1809 britt.Staatssccrctär der auswärtigen Angelegenheiten, WilliamWelleSley Pole, und Sir Henry Wellesley, britt.Gesandter am spanischen Hofe, seit 1814. — S. die Schrift: Ar-thur, Herzog von Wellington, sein Leben als Feldherrund Staatsmann. Nach englischen Quellen, vorzüglich Elliotund Clarke. Leipzig 1817. '

Welser, eine alte, ehemals sehr berühmte, nun auSgestor- >bene Patricierfannlie zu Augsburg, von welcher mehrere Mitglie-der sich in hohen geistlichen Stellen als Gelehrte, Krieger und alSKaufleute ausgezeichnet haben. Siegehören, wie die Fugger, knidieClasse der alte» merkwürdigen deutschen Familien. Die Genealogistenwollien, durch «ine entfernte Ähnlichkeit des Namens getäuscht,den Ursprung der Familie Welser von Bclisar, dem bekannten >Feldherren deS Kaisers Justinian, herleiten, aber den historischenBeweis davon sind sie schuldig geblieben. Unter dem Kaiser OttoI. findet sich ein Julius Welser, der wegen seiner im Kriege ge-gen Ungarn geleisteten Dienste (959) vom Kaiser zum Ritter ge-schlagen wurde. Sein Sohn Octavian lieb sich in Augsburg nie-der, und von ihm stammte das dasige Patriciergeschlecht ab.Seine Nachkommen bekleideten immer angesehene Stellen im Ra-the dieser Stadt. — Bartholomäus Welser war geheimer RathCarls V. und war in solchem Wohlstand, daß er, nebst den Fuggern,dem Kaiser zwölf Tonnen Goldes vorschießen konnte. Mit Ge-nehmigung des Kaisers rüstete er (1523) drei Schiffe in Spanien >aus, welche unter dem Befehle Ambros Dalsingers, eines Ulmers,nach Amerika gingen und die Provinz Venezuela, die der KaiserWelsern als Pfand überließ, in Besitz nahmen. Vierhundertachtzig Deutsche gingen mit dieser Expedition nach Venezuela, umsich dort anzusiedeln. Aber ihre Habsucht und die wilde Grau-samkeit, mit welcher sie, nach der Versicherung der Geschichtschrei-ber, fast eine Million dcr'eingebornen Jndier auf verschiedeneArt hinrichteten, führte für sie selbst die Catastrophe herbei, daß,sie alle nach und nach ermordet wurden. Die Welser bliebe» den-noch 26 Jahre hindurch in dem Besitz von Venezuela, aber nachdem Tode Carls V. wurde ihnen diese Provinz von den Spaniernwieder entrissen. In eben diesem Zeitraume schickten die W el-fe r, in Verbindung mit Kaufleuten in Nürnberg, ein Schiffnach Ostindien, um neue Handelsplätze zu suchen. Das Tage-buch dieser Entdeckungsreise ist noch vorhanden. — DeS vorer-wähnten Bartholomäus WelserL Nichte, Tochter seines BrudersFranz, war die berühmte Philippine Welser: n. Sie hattevon ihrer klugen Mutter eine vortreffliche Erziehung erhalten,und besaß eine außerordentliche Schönheit, Ferdinand, Sohn des ^nachmaligen Kaisers Ferdinand I,, sah sie (1547) bei Gelegenheiteines Reichstags zu Augsburg, und verliebte sich in sie. Stand-haft widersetzte sie sich allen Anträgen des feurigen erst ^jähri-gen Erzherzogs, und weigerte sich, irgend eine andere Verbin-dung, als durch die Ehe, mit ihm einzugehen. Diese wurdedenn auch (1550) ganz insgeheim, ohne Borwtssen des Vaters unddes Oheims, 'Carls V-, geschloffen. Der Vater wurde, sobalder die Nachricht davon erfuhr, äußerst erzürnt, und der Sohn ^ -