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Werder Werft zz-

die ' gehangen hatte, noch lange unter ihm bemerkbar blieben. Aber

!rn die beablirtigte Bereinigung mit den Deutschen konnte nicht überall

:e» und gänzlich erreicht werden. Kroch jetzt haben die Nachkommen

> der Sorbenwenden in der Ober- und Niederlausitz — die Wenden

! der letzter« Prov-nz nennen sich selbst Gzerbie — die Kleidung,

der > Sprache und Sitlstn ihrer Vorfahren, obgleich mit einiger Ver-ve- ! schiedenhejt der Sprache und Kleidung in beiden Provinzen, beibe-

nd Halten. Selbst im heutigen Meißen finden sich' unter den Land.euten

>ge «och Gebräuche, die von den ehemaligen wendischen Bewohnern die-sen ' ser Gegenden übrig geblieben sind. — Die heutigen Wenden in der

eb- Lausitz bewohnen den Landstrich vonLibau an bis an die Mark Bran-ds denburg. Sie sind ein arbeitsames, treues Volk, aber durch den

teu Druck, unter dem sie seit ihrer Unterjochung zum Theil gehalten

ige worden, mißtrauisch und zurückhaltend gemacht, und werd«, daher

!ä> oft mit Unrecht für heimtückisch gehalten. Viele Fehler haben sie»er mit andern Landbewohnern gemein. Es ist ein kräftiger Menschen»m. schlag; ihre Weiber werden in den benachbarten Provinzen vor»

i« zugsweise zu Ammen gebraucht; aus ihren Jünglingen werden gute

Soldaten gebildet. Es fehlt ihnen keinesweges an Gejstesfähigkek»e» ten, und der Unterricht, den sie in den Schulen erhalten, bleibt

,en nicht ohne Nutzen für sie. Mehrere Männer aus der wendische»

md Nation haben sich den Wissenschaften mit Erfolg gewidmet. Ihre

in Sprache, die mit andern Töchtern der slavischen..Sprache, der

die Böhmischen, Polnischen und Russischen, so viel Ähnlichkeit hat,

en, daß sie sich mit diesen Nationen gegenseitig verständigen können,

«. ist melodisch und kräftig. Versuche, die man gemacht hat, erhabne

im > Gedichte (Klopstocks Messias) in die wendische Sprache zu über-

iu« ' setzen, haben bewiesen, daß diese einer höher» Ausbildung nicht

— unfähig ist.

»er Werder (Werd, Waerder, Wörth), heißt eigentlich eine

>r- Insel in einem Flusse; bann aber auch eine Gegend, die aus einem

der niedrigen Sumpfe und Moraste urbar und bewohnbar gemacht wor-

bis den ist. In dieser letzten Bedeutung sind besonders die in West-

nd preußen gelegenen großen Werder, der Danziger, Marienburger

ng und Elbmger, bekannt. Es sind Landstriche zwischen Flüssen

,i» und stehenden Gewässern, die keine Berge haben, aber sehr frucht»

n» > bar an Getraide und GraSwuchs sind. Der danziger Werder hat

>«» «inen Flächeninhalt von 1400 Hufen, und enthält zz Dörfer. Be-ste kannt sind auch die in der Elbe bei Hamburg gelegnen, und »um

m. Gebiet dieser Stadt gehörenden Inseln und Marschländer, Bill.

die «erder, Ochsenwerder und andere.

»r« Werft, Schiffswerft, der Platz in einer Seestadt oder

rg, Hafen, wo Schiffe gebaut oder ausgebessert und, wenn sie fertig

ist- find, vom Stapel (s. d. Art.), d. h. von der Grundlage, worauf

ar- der Kiel oder Boden des Schiffs während des Baues liegt, in hat

auf ) Wasser gelassen «erden. Zur Erbauung großer Kriegsschiff« vvnz

er, l ersten Range, die nicht so leicht vom Stapel in das Wasser gelas-sen sen werden können, «erden in dazu geeigneten Häfen Docke»

zu (Dockfarm«», s. d. Art.) angelegt, gemauerte Wasserbehälter, in

zu welche und aus welchen -man das Wasser nach Belieben lasse»

ih« kann. Wenn das auf dem Trocknen gearbeitete Schiff völlig fertig

>e» ' ist, läßt man das Wasser in die Dache eindringen, um dgtz Schiff

her i zu hebe« u»d »s hersuszufchaffe«.