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Zenhter Band. To bis Z.]
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S4v Werner (Abraham Gottlob)

Werner (Abraham Gottlob), kbnigl. sächs. Bergrath, UniRitter des königl. sächs. Civi-verdienstordcns u. s. w-, verdient alkeiner der ausgezeichnetsten Männer seiner Zeit im Andenken seiner Zeitgenossen und der Nachwelt, um welche er sich bedeutend«Verdienste erwarb, fortzuleben. Er ward am szsten Sept. 1750geboren und von seinem Vater, der Aufseher eines Eisenham-mers in der Oberlausitz war, von früher Jugend an zu einemähnlichen Geschäflsleben bestimmt. Auf der Schule zu Bunzlauerhielt er einen zwar dürftigen Unterricht, doch seine erste wissen-schaftliche Bildung. Einige Jahre nachher kam er auf die Berg-akademie zu Ftkiberg und nachher auf die Universität zu Leip-zig, wo er vorzüglich von dem Studium naturhistorischer Wissen-schaften angezogen wurde. Schon hier beschäftigte ihn die Lehrevon den äußern Kennzeichen der Fossilien (wobei ihn eine beson-dere Gchärce der sinnlichen Anschauung Unterstützte), und er gabauch dort noch im I. 1774 die bekannte Schrift heraus,' welchenoch jetzt als die Grundlage seiner ganzen Oryktognosie angesehenwird */. Kurz darauf erhielt er einen Ruf nach Freibcrg, umdie Aufsicht über das dortige Raturaliencabinet zu führen undVorlesungen zu halten. Hier nun fand sein im Beobachten undClassificiren früh geschärfter Blick den willkommensten Stoff, und hierbildete er das System aus, welches später auch die ihm ganz ei-genthümliche Geognosie umfaßte und mit allen Theilen der Berg-'baukllnbe in die innigste Verbindung trat, nach und nach alle Wi-dersprüche besiegte und ihren Erfinder zum Schöpfer einer neuenMineralogie erhob. Werner schien von der Natur selbst zumErfinder und Bildner im Zache der Naturwissenschaften berufen,denn die Schärfe seines Blickes in der sinnlichen Wahrnehmungwurde durch die lebendigste Einbildungskraft und die umfassendsteWelesenheit im Fache der Länder- find Völkerkunde unterstützt. Ihmganz eigenthümlich bleibt wohl in der Oryktognosie die Classisica-tion in Gattungen und Arten und die meistens sehr geistreiche Be-nennung der Mineralien bis zum neuesten, dem -Egron, herab.Werner ward für die Erkennungslchre einfacher Fossilien, wasWinckelmann berKunst gewesen. Besonders ausgezeichnet ist seineTheorie der Erzeugung auf dem nassen Wege im Ge-gensatze der sogenannten Bulkanisten, oder derer, welche der Erd-bildung durch Feuer huldigen. Er hakte mit diesen einen langenund harten Kampf deßhalb zu bestehen. Jetzt wird kein Unterrich-teter mehr die Basalt- und andere Flbtztreppgebirge für vulkani-schen Ursprungs halten. Unerschüttert steht Werners Ansicht derältern und jüngern Gebirgsbildung durch Fluthen, und daß die Ge-birge der Übergangszeit ein genügendes Mittelglied bilden. DieWergbaukunde, welche Werner auch in Vorlesungen erläuter-te, verdankt seiner lichtvollen Darstellung und der Jurückführungdes complicirtcsten Maschinenwesens auf die allereinfachsten Sätzegleichfalls nicht wenig. Immer rückte er seinem Zeitalter voraus,«nh sah oft deutlich ein, was Andere nur ahneten. Nie am

-») Sie Met den Titel: Bonden äußerlichen Kennzeichender Fossilien. Eine französische Uekersetzung erschien erst r 7 Kv zuParis unter dem Titel: Vraiks lle, earacrercs extsrienrs äes Fossi-les, riacl. <le l'Llienrairll äe Mr. 'Werner xar 1e rrallrrcterir äe»»eWessre« äc elrillua äs Seirecle (xai Lilie riearäer).