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Z44 Weser Wesley

Strom eine fliegende Brücke führt, die jenseits durch einen Brücken-kopf und das Fort Blücher vertheidigt lvird. Sie ist die einzigeeigentliche Festung am niedern Rhein und daher für den preußi-schen Staat von großer Wichtigkeit. Sie zählt 1460 Häuser undetwa 6200 Einwohner,, die sich von ihren Gewerben, besonders ei-ner großen Branntweinbrennerei, einigem Handel und Schifffahrtnähren.

Weser, einer der größten Flusse Deutschlands. Sie ent-springt im Hildburghausischen Amte Eisfeld im heldriether Wald,heißt anfangs die Werra, und hat in einigen Gegenden angeneh- »me User mir schonen Wiesen. Bei Wansried im Hessischen wirdsie schiffbar, vereinigt sich bei hannoverisch Minden mit der Fulda,und erhält nun den Namen die Weser. Sie geht, alsdann durchNicdersachsen, und nachdem sie in ihrem Laufe noch verschiedne andreFlüsse aufgenommen, ergießt sie sich unterhalb Bremen in die Nord-see. Bon Minden an wird die Schifffahrt aus großen, flachenFahrzeugen betrieben, und ist sehr bedeutend; nur sind die siWcserzLlle für die Schiffsahrt lästig. Der bedeutendste darunter istder Zoll bei ElSfleth im Herzogthum Oldenburg, am Einfluß derHunte in die Weser. Dieser Zoll wurde 1623 dem Herzoge wegender kostbaren Dämme, durch welche der beste Theil des Landes ge-.gen Überschwemmungen geschützt werben muß, vom Kaiser undReich bewilligt; die Stadt Bremen hat jedoch dieser Verfügungstets widersprochen. Durch den Steichsdeputationshauptschluß vomI. 180Z wurde der Zoll zwar aufgehoben, aber seit einigen Jah-ren ist er von dem Herzoge wieder gefedert worden, und Bremenhat deßwegen neuerlich bei dem Bundestage zu Frankfurt Vorfiel- jlungen gemacht. Man rechnete ehemals den jährlichen Ertrag dir- >ses Zolls gegen 8n—roo,uo» Thaler. — Man hat unlängst (1317)den Borschlag gemacht, die Weser mit der Elbe zu vereinigen.

Wesley (John), berühmt als erster Stifter bet Methodisten(geb. 1702, gest. 1791), war der Sohn eines Geistlichen zu Ex-worth in der englischen Grafschaft Lincolnshire» Aufrichtige Fröm-migkeit hatte ihn schon während seiner akademischen Jahre zu Ox-ford aus den Gedanken gebracht, sich dem Msstonsgrschäft zu wid-men, als der Umgang mit den Hecrnhuthern, die er in Amerikakennen lernte und in Herrnhuth selbst besuchte, ihm die Idee einerBereinigung seiner Anhänger zu einem kirchlichen Institut nach demMuster der'Brüdcrgemeine an die Hand gab. Die Verfassung derMethodisten ist hauptsächlich sein Werk und auch in den Eigen-thümlichkeiten ihrer Lehre derEinflnß seiner Überzeugungen vorherr-schend. Nachdem es zwischen ihm und Whitefield, seinem vorzüg-lichsten Mitarbeiter, zu einer Trennung gekommen war, blieb er-as Oberhaupt der unter dem Namen Wesley aner bekanntenMethodistenpartei, deren bedeutender AnwachS durch seine dieljah-rige Thätigkeit als Vorsteher, Prediger und Schriftsteller unge- »mein befördert wurde. Er besuchte jährlich alle Gemeinen seiner eSekte in den drei brittischen Reichen und predigte oft täglich drei-b!s viermal. Seine Schriften, poetischen, philologischen, philosophi-schen, historische» und theologischen Inhalts (über roc. Bände), sind ,Meist Bearbeitungen älterer und neuerer Werke aus den Gesichts- ipunkten feiner Partei. Seine Predigten und kleinerem asketische»und historischen Aufsätze erschienen unter dem Titel: „Wrslcy'sWerke" in 38 Bänden 1772^-74 zu Bristol. Der Charakter dieses