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Zenhter Band. To bis Z.]
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546 Westind!en

monatlangen Strömen. Erdbeben und Orkans verändern die Ge-stalt des Bodens. Außerordentlich ist die erzeugende Kraft diesertzänder. Doch waren vor Eolumbus hier kaum acht Arten vierfüßi,ger Thiere einheimisch, worunter das Moschusschwein und der Ra>ton; die eigentlichen Hausthiere wurden aus Europa eingeführt.Dagegen belebt in der reichsten Abwechslung das schönste Gefiederdie Waldungen, von dem großen Arras bis zu dem Sperlings-papagei! Die Mittelstufe zwischen dem Vogel und dem Schmet-terling nehmen die von vielfarbigem Golde glühenden Eolibri'sein. Der prächtige Flamingo bewohnt die Gestade; Fregatten, !Albatrosse und andere Tropikvogel kreuzen über dem Meere.Schöngelpiegclte Enten durchplätschern die Gewässer. In denWäldern spielen bupte Schlangen (meist unschädlich) und schönfar-bige Eidechsen. Nur der Alligator schreckt zuweilen den Wanderer,

In unerschöpflicher Fälle prangt das Pflanzenreich; und der mitdem Elima selbst wuchernde Europäer hat hier die Produkte desOrients mit denen des Occidents zu vereinigen gewußt. Aber nichtbloß Pflanzen und Thiere hat sein Speculationsgeist aus der altenWelt nach Westindien hinübergefübrt, auch Menschen. Indem erden Europäer mit dem Reger, und diesen mit dem Amerikaner ver-mischte, pfropfte er Stamme auf Stamme, und bildete dadurchneue Menschenracen. — Nach den Besitzern unterscheiden wir: I. dasspanische Westindien. Zu ihm gehört: ->) die größte aller An-tillen, Cuba (sZoy QM., 436,000 Einwohner, darunter 212,00aNeger), Eolumbus entdeckte sie 1492. Hier liegt einer der erstenStapelplätze für beide Welten und der Mittelpunkt des spanisch-amerikanischen Handels, die Havana (s. d. Art,), der Sitz deSspanischen Generalcapirains, unter welchem außer Cuba noch Flo-rida steht, mit mehr als z6,ooc> Einwohnern. Unter mehrern istdie königliche Tabaksfabrik zu bemerken. Außer Tabak führt diesereiche Insel Zucker, Cuffee, Kakao, Indigo, Gewürze, Wachs,Baumwolle, Ochsenhäuie, Gold, Silber u. s. w. aus. (S. d. Art.Cuba.) — i>) Porto-Rico mit der Hauptstadt gleiches Na-mens, in der Große die vierte Antille und die östlichste (182 QM.iZ6,ooc> Einwohner, darunter 17,50a Sklaven). Sie steht Nebstden spanischen I umgfe r n in sein unter einem Generalcapi-tain. Der Anbau ist ganz vernachlässigt. Der Hauptreichkhumder Colonisten besteht in Caffee, und Hornvieh. Auch sind Zucker,Baumwolle, Reiß, Mais, Tabak, Ingwer, Kassia, Mastix, CvcoS,Platanen, Gold, Silber, Blei und Salz unter mehrcrn andernErzeugnissen zu bemerken. Hier gab es ehemals ganze Wälder desMankanillen- oder Manzin ellbaums, dessen Saft eins derschärfsten Gifte, das Holz aber zu den feinsten Tischlerarbeitenbrauchbar ist, und von Würmern nie angefressen wird. Um denSchleichhandel zu verhindern, gab die spanische Regierung im I.18 i 5 den Handel nach Porto. Rico auf iZ Jahre frei. — c) Bon >den 60 Jung-ern- oder vrrginischen Inseln gehören den Spaniern->a) die Passage- und Schi an g eu i n sei, zusammen 6ch QM.mit Zvoc> Einwohnern. Auf der unbewohntenBieque- oder Krab-ben insel dürfen die Spanier (wie die Engländer und Dänen)Holz fallen, jagen und fischen, aber keine Pflanzungen anlegen,dd) La Makguarita, 16H QM mit 16,200 Einwohnern undden kleinen Inseln in der Nähe Blanquilla, Lortüga u, a. Mar-guarita ist ungesund, aber sehr fruchtbar. Die unter Philipp II