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Zenhter Band. To bis Z.]
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Westphale« S6z

Rbein und Ems, sondern auch mehrere große Ländermassen jen-seits des Rheins, aber nicht das eigentliche Herzogthum Westpha-len, welches als Zubehör von Eöln zum churrheinischen Kreise ge-rechnet wurde. Seiner am Rheins gelegenen Subehdrungen we-gen führte er 'kanzleimäßig auch den Namen des niederrheinisch-westphälischen Kreises. Er gehörte zu den größer» Kreisen desvormaligen deutschen Reichs, und zählte unter seine Mitglieder: dieBischöfe von Münster, Paderborn, Osnabrück, Lüttich und Kor-vry, die Herzoge von Jülich, Eleve, Berg und Oldenburg, dieFürsten von Minden, Berden und Ostfriesland, die Grafen vonOldenburg, Ravensberg, Mark, Hcya, Diepholz, Schauciiburg,Lippe, Bentheim, Tcklendurg, Singen, Steinfurt, Rittberg,und viele kleinere geistliche und weltliche Herrschaften. Z. DasKönigreich Westphaien. Der Frieden zu Tilsit hatte den KaiserNapoleon zum Herrn aller preußischen Staaten diesseits derElbe g-macht, so wie er die Länder der Churfürsten von Hessenund Hannover und des Herzogs von Braunschweig besetzt hielt undsich durch das Recht der Waffen zueigneie. Noch lag es nicht inferner Absicht, die Gränzen des Kaiserreichs über den /Rhein zuerweitern; es gefiel ihm daher, aus einem Theile dieser Länder«inen Filialstaat seines Reichs zu bilden, und so entstand das Kö-nigreich Westphalen, welches mit den sämmtlichen braunschwe/g-wolfenbütlelschen Ländern, den churyessischen Ländern, mit Aus-nahme von Hanau und Katzenelnbogen, mit den preußischen Pro-vinzen Magdeburg diesseits der Elbe, Halberstadt mit Hohnstein,Hildesherm mit Goslar, Mansfeld, Quedlinburg, 'Eichsfeid mitTreffurt, Mühlhausen und Nordhausen, Stolberg - Wernigerode,Paderborn, Minden und Ravensberg, den hannöverischen Provin-zen Göttingey, Grubenhagen mit Hohnstein und Elbingerode, undOsnabrück, dem nassau - sranischen Fürstenthume Koroey und derGrafschaft Riktberg ausgestattet wurde. Sein Flächeninhalt be-trug 6y2/s Lü M., die Volksmenge 1,946,343 Individuen. Derizke Nvvbr. 1807 war der SchöpfungStag des jungen Staats. Na-poleon gab ihm in seinem Bruder Hieronymus, einem 24jährigenJüngling, seinen ersten Beherrscher, und eine Constitution, diezwar, ganz der französischen nachgebildet und alle alte Formenober den Haufen werfend, doch das Glück der Unterthanen hättebegründen können, wenn man sich fest auf sie gestützt hätte. Hie» 'rsnymus erschien am 7ten Decbr. in seiner Residenz Caffel, undtrat die Regierung des Reichs, aber leider Nicht als König, son-dern. wie man nur zu bald kennen lernte, als bloßer französischerPrüftet an. Die Lage des neuen Königreichs war nichts wenigerals glänzend; alle Provinzen, woraus es zusammengesetzt wurde,waren durch das methodische Plünderungssystem der Franzosenmehr oder weniger ausgesogen und manche ganz erschöpft; dazukam, daß der Kaiser sich zur Belohnung seiner Militär« dieHälfte aller Domänen reservirt, daß er die Haltung einer Besat-zung von ls goo Mann in Magdeburg ausbedungcn hatte, dieWestphaien nicht allein beköstigen, sondern auch besolden und klei-den mußte, und daß außerdem noch gewisse Rebevancen an Frank-reich bezahlt werden sollten. Es konnte daher nicht fehlen, daßsogleich die Finanzen in die größte Verlegenheit gerathen mußten,besonders da alle Lassen leer waren, alles neu geschaffen und über-dies «ine Arme« neu gebildet werben sollte. Es war ein Glück