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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wesiphslischer Friede 565

wieder »ahm, und selbst von seinen alten Provinzen Osnabrück,Minden und «inen Theil von Ravensberg trennte und mit demgroßen Kaiserreiche vereinigte. ES half nichts, daß der Königdiese Maßregel zu Paris persönlich zu hintertreiben versuchte; ersah sich vielmehr genöthigt, nun auch die harten Cokonialgcsetze inihrer ganzen Strenge :»> Umfange seines Sandes in Ausübung zu brin-gen, worunter man jedoch im Ganze» in. Westphalen weniger litt,alS im übrigen Deutschland, da überall mit großer Schonung zuWerke gegangen wurde, und die Douanen dem Handel wenigeHindernisse in den Weg legten. 1312 stellte ff.ch der König an dieSpitze seiner Armee, und führte sie nach Polen, er selbst mußtezwar früher dieselbe verlassen und in sein.sseeich zurückkehren, aberdas wirklich schöne, mehr als 24,000 Mann starke Heer fand mitdem französtscben seinen Untergang jenseits des Riemen, und nur»»bedeutende Trümmer kehrten in ihr Vaterland zurück. Schnellwurde hierauf ein neues Heer «rga^iflrt, und 12,000 Westphalenbegleiteten den Kaiser igiZ von nach Sachsen, aber gleich

nach den ersten Unfällen, die der, Kaiser in Schloffen trafen, gin-gen zwei Kavallerieregimenter davon zu den Preußen über. Schosivor der Schlacht von Leipzig vertrieb Ezernitscheff den König all»seiner Residenz, und lös'tr zwei Infanterie- und zwei Kavallerie»-rezimenter vor den Thoren von Eassel auf, nahm auch selbst, dochnur auf drei Lage, Eassel in Besitz. Räch seinem Abzug« kamzwar der König in Begleitung eines französischen TruppencorpKdahin zurück, aber nur, um daselbst die Nachricht von der VLl.kerschlacht bei Leipzig zu vernehmen, und dann seine Residenz unhsein Land auf immer zu verlassen, nachdem er vorher noch alles,was sich in den Schlössern befand und selbst einen Theil der Schätz«des Museums ausgeleert und wegführen lassen. Zwei Tag«nach seinem Abzüge trafen die Russen zu Eassel wieder ein, undin wenigen Tagen war das ganze Königreich aus einander geflo-gen und allenthalben die alten Regierungen wieder eingesetzt. Pasam izten Novbr. 1307 gegründete Königreich war am 2osten.Octbrv1313 >'icht mehr! 4. Die Provinz Westphalen. Sie ist im1815 geschaffen und besteht aus den meisten Provinzen, die Preu-ßen in dem ehemaliaen wcstphälischen Kreise besitzt, nur mit Aus-nahme der Herzogthümer Eleve und Berg und der Abteien Esse»und Werden. Sie ist unter drei Regierungsbezirke vertheilt: n)Münster mit den Kreisen Münster, Leklenburg, Warcndorf, Be-ckum, Lüdinghausen, Kösfeld, Reckkrnghausen, Borken, AhauSund Steinfurt. b) Minden mit den Kreisen Stadt Minden, LandMinden, Rahden, Bünda, Herford, Bielefeld, Halle, Wieden-brück, Paderborn, Bären, Marburg, Höxter und Brake!, undv) LrenSberg mlt den Kreisen Hamm, Soest, Dortmund, Bo-ckum. Hager», Alten», Jserlon, Arensberq, Lippstadt, Brilen,Medebach, Btlstein, Witgenstel» und Siege'», zusammen 356^ lHMeile mit qyr,8yg Eiuw.

WestphLlischer Fried« wird der im Jahre 1648 kaden beiden, im ehemaligen westphälischen Kreste gelegenen Städ-te» Münster und Osnabrück geschlossene Friede genannt, durchwelchen der verwüstende dreißigjährige Krieg geendigt, Ruhe undSicherheit für Deutschland wieder hergestellt, und ein neues poli-tisches System in Europa begründet wurde. Er ist deßwegen äu-ßerst merkwürdig, und bis zu den Friedensschlüssen unsers Zsital-