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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wiclef 579

Absetzung zur Ruhe zu bringen geglaubt; allein er ging nachOxford zurück, hielt dort mit dem größten Leifall theologischeVorlesungen, und vertheidigte nun 1367 in einer besonder» Lckr.ltdie Rechte des Königs gegen den Papst Da indeß dieser in >en> nAnmaßungen fortfuhr, und behauptete: daß ihm dar Reckt zcnöre,die geistlichen Pfründen in England zu vergeben; lo schereEduard Wiclefen, der jetzt Professor der Theologie in Orssrd war,im I. 1374 nebst einigen andern als Gesandten an d^n P.-.vss undWiclcf ermangelte nicht, auch gegen ihn mündlich die Recht, seiv-zKLnigs zu behaupten. Er hatte unterdessen die päpstliche Curienoch besser kennen lernen, und faßte nun erst einen lödUiche» H-ßgegen sie, den er in einer seiner vorzüglichsten Schritten aew>.s,die eine Unterredung zwischen der Wahrheit, einem arglistigen undeinem klugen Theologen enthält. Da ihm Eduard nach Beendt«gunch.seiner Gesandtschaft 1375 auch ein Canonicat an der CoLe»giatrkrch«, zu Westbury und die Pfarre zu Lutterworth in aerDibces von Lincoln ertheilte, so suchten die Mönche diesen ihnenimmer gefährlicher werdenden Mann auf alle Art zu stürzen.Denn jetzt ging er sogar so weit-, den Geistlichen alle weltlicheGerichtsbarkeit abzusprechen. Sie übergaben deßhalb 1377 PapstGregor LI. 18 Lehrsätze oder Artikel, die ihrer Meinung «achketzerisch waren, und welche Wiclef vorgetragen hohen sollte. Sosehr der Hos den Vertheidiger der königlichen Rechte in Schutznahm, so drohte ihm doch viele Gefahr, da Gregor dem Erzb'.schofvon Canterbury den Auftrag gab, Wiclefen wegen dieser Lehrsätzezur Verantwortung zu ziehen. Allein, «bschon der Erzbischof eineVersammlung der Geistlichen in London zusammenberief, vor wel-cher Wiclef erscheinen mußte, so begleitete ihn doch der Herzog,Johann von Lancaster, mit in die Versammlung, half selbst ihnvertheidigen, und so sahe man sich genöthigt, ihn freizusprechen.Gregor ließ darauf, nach König Eduards Tode im Juni 1377 eine'neue Versammlung der Geistlichen in England zusammenberuftn,vor welcher sich Wiclef nochmals stellen mußte; doch auch jetztwagte man nicht, ihn zu verurthcilen, sondern man legte ibm bloßStillschweigen auf. Wiclef fuhr jedoch immer fort» mit Freimü-thigkeit feine vorher geäußerten Grundsätze sowohl durch Schrif-ten, als auch mündlich auf der Kanzel und auf dem Lehrstuhle znverbreiten. Die Geistlichkeit zog endlich Eduards Thronfolger, denschwachen Richard H. auf ihre Seite; und in einer 1332 zu Lon-don gehaltenen Versammlung der Geistlichen wurden mehrere vanWiclefS Lehrsätzen als ketzerisch verdammt, seine Anhänger theilszum Widerruf gezwungen, theils in« Gefängniß geworfen. , D«jedoch Wiclef selbst, quf Anrathen seiner Freunde, sich vor derVersammlung nicht gestellt hatte, überdies Urbgn VI. und Cle-mens VII. einander seit 1383 den päpstlichen Stuhl streitig mach-ten, und deßhalb zwischen ihre» beiderseitigen Anhängern Sic,i»tigkcitcn waren, so zog sich Wiclefs Prozeß in die Länge, und erstarb vor Beendigung desselben, zwar verketzert, aber rubig zuLutterworth am sten Dcc. 1334, oder wie Andere saaen, erst amZiste» Dec. 1337. ohne daß man an ihm vollständige Rache genom-men hatte. Dies bewog den Papst Martin V. noch im I. 1428,«ine nichtige und kleinlich« Rache an dessen Leichname auszuüben,indem er denselben ausgraben und verbrennen ließ. Nichts destoweniger lebt: Wiclef in seinen Schriften und Schülern fort, die

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