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Zenhter Band. To bis Z.]
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S8c> Wiebeking Wieland

«ach und nach das groß« Werk der Reformation vorbereiteten,Luch bleibt ihm der Ruhm, daß er die Fürsten, besonders die Kö-nig« von England, auf ihre Rechte aufmerksam gemacht, undsolche selbst für sie gegen die Geistlichen und den päpstlichen Stuhlvertheidigt h«t.

Wiebeking (Ritter von), ein Mann, der sich vorzüglichdurch seine gründlichen Kenntnisse im Gebiete der Wafferbaukunffund des Brückenbaues outzcichnet, welche er durch mehrere Werke,die er im Darmstaötischen sowohl als im Königreiche Bayern aus-geführt, hinlänglich bewahrt hat. In Hinsicht des Brückenbaueshat > er die Lusmerksamkeit besonders durch solche Brücken erregt,welche er mit einem Bogen ohne Pfeiler über eine bedeutendeBreite zu spannen wußte. Er hat auch verschiedene sehr brauch-Sare Werke, sein Fach betreffend, geschrieben. Z. B. Vorschlägezur Verbesserung de« Wasserbaues (1797). Vorher in grvf.herz.Hessen-darmstädtischen Diensten, ist er jetzt in künizl. bayerscheübergegangen, wo er mit der obersten Leitung aller auf den Was-ser- und Brückenbau sich beziehenden Angelegenheiten beauftragtist. Von dem Könige von Bayern ist er in den Adelstand erho-ben und mit dem Orden der bayerschen Krone beschenkt worden.

Wiedertäufer, Anabaptisten, waren eine christliche Aeli-gionspartei, die sich bald nach Luthers Reformation bildete undeine neue, von allen Mängeln gereinigte Kirche herzustellen suchte,die aus lauter Frommen bestehen und bei der folglich keine Obrig-keiten und Strafen nöthig seyn sollten. Jeder, der in diese Ge-meinschaft trat, wurde durch eine neue Laufe geweiht, daher der Name.Nach den abscheulichen Auftritten, welche die aus den Niederlan-den nach Münster gekommnen Wiedertäufer im I. «534—36 veran-laßten, und nach dem schrecklichen Lutgange derselben, indem Bern-hard Knipperdolling, Statthalter zu Münster, und sein Mit-genosse, Johann Bockholt, nach Einnahme der Stadt, grausam hin-gerichtet wurden, geriethen die Wiedertäufer in große Bedrängniß.Jnseß fanden sie einen Wiederherstelle« in Merino Simonis,nach welchem sie nun den Namen Mennonisteu annahmen.(S. d.Lrt.)

Wieland (Christoph Martin). Unter den Dichtern undSchriftstellern des deutschen Volks, welche als Sterne erster Größean dem Himmel der Kunst und Literatur glänzen, und die Gei-stes- und Gemüthskraft der Nation, der sie angehören, der Be-wunderung selbst fremder Rationen darstellen, verdient Wielandeinen Ehrenplatz, ob wir gleich nicht in Abrede stellen wollen, daß selbstder nachstehende Abriß seines innern und äußern Lebens uns keine»Genius, wie den eines Göthe darstellen dürfte. Indessen je-dem Verdienste seine Krone. Nicht Alle werden auf gleiche Weistgroß, und der Richterstuhl solcher Geister, wie Wieland war,ist die ewig sich erneuende Nachwelt. Unser Wieland wurdegeboren in der ehemaligen schwäbischen Reichsstadt Biberach,welche unweit der schweizerischen Gränze an dem Flüßchen Ri-ß iireinem bcitern Lbale liegt, am gten Septbr. 173z. Sein Vater,Obcrpfarrrr daselbst, ein würdiger, vielfach gebildeter Mann - be-sonders ein trefflicher Kenner der alten Sprachen, gab dein Sohneein- sehr sorgfältige Erziehung und legte den ersten G>-vn» derSchuiknnitniffe in dem für wissenschaftliche Bildung höchst em-pfänglichen Gerste des vielversprechenden Knaben. Die Forrjchritie,