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Zenhter Band. To bis Z.]
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SS» Wielalid

den man einen wahren geistigen Zivillingsbruder von ihm nennenkönnte. So wie nämlich in den Schriften diese» geistreichen Bril-len Geist, Witz, Humor, Heiterkeit vorherrschen, womit er aufdie ihn nicht freundlich umgebende Welt zu wirken, und einenen:>cheioeni en Kqmpf gegen das zu führen suchte, was den gutenEirt.n und der ediern Menschheit überhaupt gefährlich zu werdendrohte, und Klarheit und Freiheit überall sogleich den Leser ge-winnen, so finden sich auch in WiclandS Schriften dieselben Ele-mente >n gleicher Vereinigung und zu gleichem Zwecke mit glei-ch-m Glücke angewandt. Nur daß unser Wieland vor den Brit-ten den Vorzug der Mannichfaltigkeit in der Darstellung besitzt,un- Dichter und Redner zugleich ist, und daß er der leichten fran-zdu cken Behandlungsweise, welche er zur Zeit, wo sein Geistein» entschiedene Richtung zu nehmen begann, im höchsten Gradeausgebildet und geachtet fand, sich leicht zu bemächtigen wußte.Die Schriften von Voltaire, d'Argen» u. A. wirkten sehr aufihn, und stützten ihn zugleich vor einem Hange zum Pietismus,der in der Anstalt, die ihn jetzt bilden sollte, sehr herrschend war.Als i6jähriger Jüngling verließ er Klosterbergen, mit Kenntnis-sen und Einsichten weit über sein Alter, zart und fast schwächlichan Körper, aber gesund und kräftig an Geist und Gemüth. Eheer die Universität bezog, brachte er anderthalb Jahr bei einem Ver-wandten in Erfurt, Baum er, zu, der ihn noch näher vorberei-tete, und ihm sehr nützlich wurde. Im I. 1750 kehrte Wielandin seine Vaterstadt zurück, wo er eine Zeit lang verweilte. Indiese Zeit fällt seine erste Liebe, — der Moment im Leben, derso viel über das Glück desselben entscheidet. Der Gegenstand dersel-ben war das Fräulein Sophie von Guttermann, ein Wesenvon een trefflichsten Eigenschaften des Geistes und Herzen», undspäterhin allgemein bekannt und geachtet als Sophie von l»Röche. Daß eine solche Liebe da» Wesen eines solchen Jüngling-noch mehr heben und vergeistigen mußte, war natürlich, daher be-geisterte sie ihn auch zu der Idee, ein Lehrgedicht über die Na-tur der Dinge, oder die vollkommenste Welt zu schrei-ben, welche« in den Supplementen zu seinen Werken (rr Band)abgedruckt ist, und wozu ein Spaziergang, den er nach einer Pre-digt mit seiner Geliebten machte, die nächste Veranlassung war.Es machte zu seiner Zeit Glück und erlebte mehrere Auflagen,doch dachte Wieland selbst keineswegeS sehr groß von seinem Wer-the, und sah es zu allen Zeiten bloß für einen Angereisten Jugend-versuch an. Im Herbste des Jahre» 1750 begab sich Wieland aufdie Universität zu Tübingen, man kann wohl sagen, gelehrter undgebildeter als sie mancher verläßt. Sein Zweck war, die Rechts-wissenschaft zu studiren, weil eine schwache Brust ihm das Predi-gen nicht gestattete; allein er beschäftigte sich doch am meisten mitden humanistischen Wissenschaften, und machte sich mit dem Neue-sten bekannt was zu jener Zeit die Literatur des In- und Aui-lande.s gewährte. So erwarb er sich eine außerordentliche Mengevon gründlichen Kenntnissen, ohne daß über dem Lernen die Selbst-thätigkeit seines Geiste» erschlafft wäre. Nicht das Wissen, son-dern die Weisheit blieb sein Ziel, und so gestaltete sich ihm diesonst todte Masse zu einem erfreulichen und gemeinnützigen Leben.Der reinste Enthusiasmus für Wahrheit, Schönheit und Tugenddurchbrang sein ganzes Wesen, und läuterte jede seiner Bestrebun-