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Wieland
gen, allein es entstanden leider mir Fragmente davon. Umfassen-der stellen sie sich dar im Jdri« und Zenide. sogleich auch da«nicht vollendet ist, am reizendsten und edelsten oder zugleich in derMusarion (zuerst erschienen im I. 1763) einem an Anmuth,Leichtigkeit und Harmonie der Darstellung vielleicht -inzigen Werte;einer, wie er es selbst nannte, wahre» Phito.opbre der Grazien,Diese liehen ihm auch zu einem besondern Gedichte den Namen,das 1770 erschien und der ediern Liebe das Work redet gegen diegemeine, bloß der Sinnlichkeit angehörende. Um die "nämlicheZeit, wo sich Wieland mit diesen dichterischen Arbeiten beschäftigte,erregte der Tristram Shondy großes Aufsehen. Wieland fanddieses Bpch in der Bibliothek des Grafen Stadion, zugleich auchein anderes humoristisches Gedicht: esto nerv üsrliKniäe, Berdewirkten lebhaft auf des empfänglichen Dichters Geist und so ent-stand der durch muntere Laune so ausgezeichnete neue Amadit(1771), worin eigentlich der Triumph innerer, geistiger Schön-heit über bloß körperliche sehr anziehend geschildert wird, ein The-ma, das Wieland noch in den letzten Jahren seines Lebens durchseinen Krates und Hipparchia ausführte. Zu bemerken ist,daß sich Wieland zu der Zeit, wo er sich am meisten mit demschönsten aller Themen, der Liebe, beschäftigte (im I. 1765), miteiner edlen Augsburgerin, einer Tochter des Kaufmanns Hillen«brandt» vermählte, und nun diesen Seelen- und Sinnentriebin allen seinen Wirkungen durch Erfahrung kennen lernte. SeineGattin war, ohne schön zu seyn, doch reizend und liebenswürdig ge-nug , um ihm auch das sinnliche Band der Ehe recht angenehm zumachen. Wenn es nicht selten der Fall ist, daß ein ausgezeichneterGeist die ganze Dauer seines irdischen Daseyns hindurch i»scheinbar unpassenden Becufsgeschästen oder unter beengende» Sor-gen hinbringen muß, so wurde unserm Wieland das Glück, sichnoch in der Blüthe seiner männlickin Jahre einen Wirkungskreisaufgeschlossen zu sehen, der ihm erlaubte, sein höheres Streben nachgeistiger Ausbildung und Wirksamkeit auf die erwünschteste Messezu befriedigen. Er wurde nämlich im I. 1769 als Professorpriniarius der Philosophie mit 6ooThlrn. Gehalt auf die Univer-sität zu Erfurt berufen, weiche die churmaynzische Regierung da-mals der Fürsorge des Freiherr» von Dalberg (nachhinge»Fürsten Primas), eines höchst liberalen Freundes der Musen, an-vertraut hatte. Er kam daher, nach einem Zeitraum von 20 Jah-ren wieder an den Ort zurück, wo er die Philosophie zuerst stu-dirt hatte, um sie jetzt daselbst zu lehren. Ob es gleich eigentlichnur die Absicht der Regierung gewesen war, einen Mann von be-deutendem Rufe an die Akademie zu deren Erhebung zu ziehen, s»ging doch Wieland mit dem redlichen Streben dahin, seine» neuenWirkungskreis mit der sorgfältigsten Thätigkeit auszufüllen. Al-lein bald machte er die Erfahrung, daß ihm hier manches unüber-steigliche Hinderniß im Wege stehe, deßhalb wandte er seine Kraftmehr auf die ihm schon so liebgewsrdene schriftstellerisch« Thätig-keit, wobei ihm der erweckende Umgang mit einige» ausgezeichne-ten Gelehrten, wie Riedel (der Berf. einer Theorie der schöne»Wissenschaften), Bahedt, Merisel u. A. sehr wohlthätig ward.Eine nicht zu verkennende Veränderung in seinem Wesen war die,daß er nun aufhörte, bloß erotischer Dichter zu seyn. Er be-schloß diese Periode seiner Dichterlaufbahn mit dem »erklagte«
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