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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wieliczka 59 z

Grabe mit denen seiner Gattin und einer Enkelin seiner Jugend-freundin La Röche, Sophie Brentano aus Frankfurt -n»Main, zu Osmaniistädt, seiner Wahl gemäß, und ein einfachesDenkmal zi-rt die geweihte Stätte mit der von dem Dichter selbstverfertigten Inschrift:

Lieb' und Zrenndschait umschlang dir verwandten Seelen Im Lebe»,

Und ihr Sterbliches deckt dieser g.metnsame Stein.

Da der Raum uns hier nicht gestattet, umständlicher die Eigen-thümlichkeiten des großen Dichters und Schriftstellers zu entwickeln,so verweisen wir unsere Leser, außer der Biographie WielandSvon Gruber, auf einen Aufsatz im Morgenblrtte vom I.1813 unter der Aufschrift: Wielands Andenken in derLoge Amalra zu Weimar, wo die eigenste Periöniichkeit de«Verewigten mit Meisterhand gezeichnet ist. X. I..

Wieliczka, eine Stadt im Königreiche Galizien, im boch-nier Kreise, berühmt wegen ihrer unerschöpflichen, und in ihrerArt einzigen Steinsalzgruben. Diele Salzwerke erstrecken sich über6ix> Lachtern von Ost nach West, über 200 Lachtern von Sud nachNord, und 80 Lachtern oder 800 Fuß in die Tiefe. In derBreite kennt man wohl die Gränze des Salzwerkes, aber nicht,wie weit es in die Tiefe geht, und es ist daher als unerschöpflichanzusehen. Die Stadt Wieliczka selbst rst ganz untergrabenund die Gruben gehen auf jeder Seite weit über sie hinaus. Schonseit der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts hat man'hier Salzgebrochen. Der Eingänge zu den Gruben sind sechs auf freiem Feldeund zwei von der Stadt aus; die letztem beiden dienen zur Ein-fahrt der Arbeiter und zur Heraiisförderung des Saftes. Manläßt sich 600 Fuß tief hinunter, oder steigt eine eigendS ein-gerichtete Treppe von ivoo Stufen hinab und kommt dann in dieeigentlichen Saljgruben, welche eine mehrere hundert Klafternweite, hohe, mit Salzsikulen gewölbte Ebene bilden. Wenn dies«unt.rirdtsche Gegend mit einer hinlänglichen Anzahl Lichter erleuch-tet wird, wie es bei dem Besuche großer Herren zu geschehenpflegt, so bietet sie durch den Abglanz der Salzcrystalle einen be-zaubernden Anblick dar und man oünkt sich in eine Zauber-welt versetzt. Man sieht hier unter andern «ine schöne, künstlichgearbeitete Capelle, wo Messe gelesen wird, mit Heiligenbildern,Kanzel und Altar, und mit Säulen, alles aus Salzmaffe gehauen,eben so wie die schön gearbeitet« Starue des Königs Sigisinund inLebensgröße, und einen Saal, wo hohe Fremde bisweilen bewirthetworden, sind. In der Tiefe ist ein nicht unbeträchtlicher Teich;der Glanz der in demselben sich spiegeln»«» Lichter bringt eineganz eigne Wirkung hervor. Einen Eindruck andrer Art machtein hohen Gästen zu Ehren abgebranntes Feuerwerk. Ungefähr1700 Bergleute sind bei diesen Gruben angestellt, sie werden gutbezahlt; ihre gewöhnliche Schicht ist acht Stunden. Ein Theil die-ser Arbeiter hält sich für beständig in der Liefe auf, und manchervon ihnen soll, wie man sagt, fein ganzes Leben hindurch nichtauf die Oberfläche kommen. Es sind daher Wohnungen für sie,Magazine für die Salzvorräthe und Ställe für die Pferde, die zuden Göpeln oder zum Fortschaffen der Salzfässer gebraucht werden,aus dem gediegenen Salze gehauen. Die jährliche Ausbeute vondiesem größten aller Salzwerk«, beträgt 700,000 Cenlner und ge-währt mit dem, nicht weit davon entfernten, ähnlichen Satzwerke

Ton». Lsx. 4» Ausi. X. Z8