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Zenhter Band. To bis Z.]
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6-22 ' Wilh«lm I.

um über Mittel zu berathschlagen, wie man das Einrücken spani-scher Truppen und da« drohende Unglück abwenden könne. DieMeisten ricthcn, sich mit bewaffneter Hand zu widersetzen. NurGraf Egmont, Statthalter in Flandern »nd Artois, war, auchbei einer späteren Zusammenkunft, der Meinung, man solle derGnade und Güte des Königs .vertrauen. „Diese Gnade, erwiederteder kluge Oranien, wird unser Untergang und Egmont die Brückeseyn, üb.v welche die Spanier in die Niederlande gehen,und die sie darauf abbreche» werden." — Als sie daraufsich trennten, sielen Egmont und Oranien, im Vorgefühleder Zukunft, einander um den Hals und nahmen unter vielen Thrä-nen Abschied. Der Prinz begab sich mit seiner Gemahlin uxd sei-nen Kindern, mit Ausnahme des ältesten, der zu Löwen studirte,nach Breda, von hier aber zog er sich auf sein Schloß zu Dillen-burg zurück. Unterdessen rückte Alba in die Niederlande ein. So-fort wurden achtzehn Herrn und mehrere von Adel, nebst den Gra-fen Egmont und Hoorne verhaftet, und in Brüssel ig6z d. 2.Juli hingerichtet. Als dies der Cardinal Granvella in Rom er-fuhr, fragte er, ob Alba auch die Verschwiegenheit — so nannteer den Prinzen von Oranien — gefangen? — „Wenn dreier Fischnoch nicht gefangen, so tauge des Herzogs Fischerei nichts." —Alba ließ -„dessen den Prinzen, die Grafen von Höstrate, von Ku-lcnburg u. A., die aus dem Lande gewichen waren, vor den RathderZwölf vorfodern. Der Prinz kam nicht, sondern legte eine Be-rufung ,in an die brabantischen Stände, als seine natürlichen Rich-ter, und an den König unmittelbar, weil er als Ritter vom gold- j

nsn Vließe nur von dem König selbst und den Ordensrittern ge- i

richtet werden könne. Darauf wandte er sich um Schutz an de»Kaiser Maximilian II. und die deutschen Fürsten. Der Kaisersicherte ihm nicht nur denselben zu, sondern mißbilligte auch dasVerfahre» des HerzvgS von Alba, welcher den Prinzen, da er andem gesetzte» Tage nicht persönlich erschienen war, nebst seinemBruder Lud-wig u. A., als Beleidiger der Majestät des Königs indie Acht erklärte, seine Güter einzog, in seine StadtBreda Trup-pen legte und seinen izjährigen Sohn Philipp Wilhelm von derUniversität Löwen wegnahm und als Geisel nach Spanien schickte'').Nun trat der Prinz von Oranien als Feind gegen Alba in dasFeld. Er bekannte sich öffentlich zur protestantischen Religion,und erhielt von mchrern protestantischen Fürsten Unterstützung anGeld und Truppen. Mit dem Heere, das er gesammelt, drangenseine Brüder Ludwig und Adolph in Friesland ein. Sie schlugenanfangs bei Heiligerlee in Grduingen den spanischen General Jo-hann "von Ligne, Grafen von Aremberg, der selbst blieb; allein lauch Adolph verlor das Leben, und da es dem Grafen Ludwig an ^Geld fehlte, die Truppen zu bezahlen, wurde er bald darauf vonAlba bei Jemminzcn (21. Juni 1568) besiegt. Wilhelm warbhierauf ein neues Heer von 24,000 Deutschen, zu welchem 4000Franzosen stießen, und erklärte öffentlich, daß Alba und der vonihm errichtete Blutrath (Eonseil aas ssroubies) in Brüssels dieUrsache des Krieges wären. Mit großer Geschicklichkert und Kühn- >heit führte er das Heer über den Rhein und die Maas, drang inBtabant ci», und schlug eine Abtheilung des feindlichen HeereS,

*) Er erhielt in der Folge' seine Zrethrit wieder «nd starb »ü»s.