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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wilhelm I. 6vz

konnt« aber den Herzog von Albs, der sich in die Festungen warf,zu keiner Schlacht nöthigen, noch das Volk, das vor den Spani-ern zitterte, zu einem allgemeinen Ausstände bewegen, vielmehr«rußte er sei» Silber und Gepäck verkaufen, auch sein FürstentrumOranien verpfänden, um bin rückständigen Sold an seine Ossieiereund Soldaten zu bezahlen. Darauf ging sei» Heer aus einander zer selbst aber begab sich mit isoo Reitern nebst seinen Brüden;zu dem Herzog von Aweibrücken, und nahm an dessen Zuge nachFrankreich gegen die katholische Partei der Guiscn Antheil. Hierzeichnete er sich in mehreren' Treffen und Belagerungen aus, kehrteaber, als der Feldzug unglücklich endigte, nach Deutschland zurück.In Frankreich hatte ihm der Admiral Collgny gerathen, Kapergegen dle Spanier auszurüsten und sich vcrzüglich in Seeland undHolland festzusetzen, woraus ihn die Spanier schwerlich würd?»vertreibe» können. Diesen Rath befolgte der Prinz, und dieMeersenfen — so nannte man jene Kaper — bemächtigten sichschon im I. rg72 der Stadt und des Hafens Briel auf der InselVoorn, und cloberten alsdann auch Vließingen und Tcr Weere.Da zugleich Alba's Tyrannei immer ärger wurde und das Volkdurch neue Auflagen erbitterte, so erklärten sich endlich mehrereStädte in Holland, Seeland, Oberyssel und Geldern öffentlich fürden Prinzen von Oranien. Dieser fiel jetzt, um seinem zu Bergenim Hennegau von Alba belagerten Bruder Ludwig zu Hülfe zukommen, mit 17,000 Mann in Brabant ein, wo ihm mehrereStädte, wie M-cheln und Löwen, die Thore öffneten; allein diefranzösischen Hülfsvölker, welche ihm Eoligny schickte, wurden ge»schlagen, und er selbst konnte den Herzog von Albs, der in einemverschanzten Lager stand, nicht zur Schlacht nöthigen. Daher zoger sich, nicht ohne Verlust, nach dem Rheine zurück, und entgingkaum der Gefahr, von 1000 Spaniern, die des Nachts in sein La,ger eingebrochen waren, aufgehoben zu bverden. Ein Hünd-chen weckte ihn noch zur rechten Zeit, daß er seine Soldatensammeln, und dem Finde den Rückweg abschneiden konnte. Erging hierauf nach Utrecht, Holland und Seeland, wo ihn die Staa-ten bereits zu ihrem Statthalter, und die Meergeusen zu ihremAdmiral ernannt hatten. Nun betrieb er die Ausrüstung einer 'Flotte von igo Segeln zu Vließingen, die den Spaniern stetsüberlegen blieb, so daß man wohl sagen kann, die Holländer ha-ben ihre Freiheit auf dem Meere erobert. Unterdessen hatte AlbaBergen genommen und mehrere Städte nach der tapfersten Gegen-wehr wieder unterworfen; allein die Grausamkeit, mit der er dieEinwohner behandelte, machte die übrigen nur um so entschloßnerzur Vertheidigung. Der Prinz von Oranien aber eroberte nicht> »Lern Gertruideoburz, sondern auch' Middelburg, die Hauptstadt! von Seeland, nachdem die Meergculen die spanische Flotte geschla-gen halten. Um diese Zeit war Ludwig von Aussigs und Reque-sms dem Herzog von Alba (1573) in den Niederlanden gefolgt,und hatte in d.m Treffen auf der mooker Heide (14. AprilWZ) Ludwig und Heinrich von Nassau, die Bruder desPrinzen, geschlagen, welche ihre wegen rückständigen Soldes aufrüh-rerischen deutschen Soldaten nicht in Ordnung halten konnten,^udwig und Heinrich blieben auf dem Schlachtfelde. Doch Wilhelm! mtützte Leiden, indem er die Deiche durchstechen ließ. Daraufstarb Aussig». Die spanischen Soldaten aber verübten zu Antwer,-e» und a. s. O. solche Ausschweifungen, daß sich sämmtliche nieder-