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ländliche Provinzen, mit Ausnahme Luxemburg, zu Gent 157svereinigten, um die fremden Truppen zu vertreiben und von den,Religionszwange /bei zu werden, Alt aber der neue StatthalterJohann von Österreich, das ihnen bewilligte Fri densedictvom I. 1577 verletzte, riefen die Staaten von Antwerpen denPrinzen von Oranicn zu Hülfe. Das Volk von Brabant empfingihn mit Jubel in Brüssel, wo ein Theil der Stände ihm dieStatthslterwürde antrug. Allein da mehrere Große ihm entgegenwar-n, so bewirkte erden Beschluß, daß der Erzherzog Matthiasvon Österreich als Generalstatthalter, er selbst aber als General-lieutenant ngenommcn wurde; doch behielt er die Leitung allerStaatsia-ben. Indessen gewannen die Spanier durch den Sieg beiGemblokws zar- Jan. 1578) aufs neue in den sogenanlen walloni-schen 'Provinzen, welche eifrig katholisch waren, die Oberhand.D r neue Ni thalter, Alexander Farnese von Parma, einerfabrner und staatskluger Feldherr, wußte die Gemüther d « mitdem Glaubeusfrieden, oder der politischen Gleichheit beider Kir-chen »„zufriednen belgischen Volks zu gewinnen und die dem Prin-zen von Oranien abgeneigten Großen wieder in das spanische In-teresse zu zi-hen; daher schloß der Prinz von Orainen einen engernBund z.vi'wen den sieben nördlichen Provinzen durch die Unionzu Utrecht (2Z. Jan. 1579) und legte dadurch den Grund zuder Entstehung der Republik der vereinigtenNiederlande(s. d. Art). AIs hierauf die Friede,isunterhandlungen zu CölnfrU-' tios geblieben w-ren, trugen auf des Prinzen Vorschlag dieStände 1580 dem Bruder des Königs Heinrich III. von Frankreich,dernHerzva Franz von Anjou, die Oberherrschaft an, und kü»,digten (26. Juki 1581) dem König Philipp von Spanien, als ti-nem Tyrauncn, den Gehorsam auf. Dieser hatte nämlich den Prin-zen yvn Oranien „als einen Ketzer und Manlchristen, einen andernCain und Judas, Kirchenräuber, Eidbrüchigen, Anstifter der nie-derländischen Unruhen und als eine rechte Pest der menschlichen Ge-sellschaft" für vogeifrei erklärt und einen Preis von 250,000 Thlr».auf ,einen Kopf gesetzt. Überdies sollten dem» der ihn lebendigoder todt den Spaniern in die Hände liefern würde, alle Verbre-chen verziehen seyn und er mit seinen Nachkommen in den Adelstanderhoben werden. Der Prinz antwortete in einem heftigen Mani-fest, war n er dem Könige unter andern Wollust und Mord, denTod seines Sohnes Don Carlos und seiner Gemahlin Elisabethvorwarf. Die Stände boten dagegen ihrem Statthalter eine Leib-wache an. Unterdessen eroberte der Herzog von Parma mehrenFestungen, auch Breda, da- dem Prinzen von Oranien gehörte.Doch mußte er die Belagerung von Cambray aufheben, alt derHerzog von Anjou mit einem Heere anrückte. Hierauf wurdeder französische Prinz zum Herzog von Brabant ausgerufen (>>»März 1582), hei welcher Gelegenheit ihm der Prinz von Oranienden herzoglichen Hut aufsetzte, und den Eid, daß er nach dem In-halte des Vergleichs regieren wolle, öffentlich abnahm. Dies ge-schah in Antw-rpen, wo bald nachher der Prinz meuchelmörderischangefallen wurde. Ein Spanier Namens Jaureguy schoß nachihm mit der Pistole, so daß die Kugel unter dem rechten Ohrehinein und zum linken Backen wieder herausfuhr und ihm einigegähne ausschiug. Der Thäter wurde von der Leibwache auf derStelle niedergehauen. Der Prinz selbst hatte so viel Kraft, daß