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Zenhter Band. To bis Z.]
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WMsN I. 6os

«r eigenhändig an den Rath von Antwerpen wegen dieser Mord.that schrieb. Die Bestürzung war allgemein. Der Rarh ordne eFasttage an; das Volk betete in den Kirchen für die Erhaltungdes Pnnzen, und dankte eben ko eifrig für seine endliche Wieder-her.stellung. Man zog noch zwei andere Mörder ein, welche von,Herzog von Parma Geld empfangen hatten, um den Herzog vonAnwu und den Prinzen von Oranien aus dem Wege zu räumen;einen Spanier, Nicolo G ckzedo, und einen Italiener, Francesco Baza.Beide wurden überführt; jener in Paris von vier Pferden zerrissen,dieser tödrele sich selbst. Nach diesen Vorfällen gelüstete demHerzog von Anjounach der unumschränkten Herrschaft. Er folgteganzden Eingebungen einiger jungen leichtsinnigen Franzosen und achtetenicht aus den Rath des Prinzen von Oranien, dessen Ansehn ihm miß-fiel. Allein seine Absicht, sich der wichtigsten Städte, wie Brüggeund Antwerpen, mit Gewalt zu bemächtigen, ward durch die Bür-! ger, welche die Franzosen, die in der Stadt die Thore den Fran-i zosen vor derselben öffnen wollten, niederhieben, vereitelt, so daß

! er beschämt nach Frankreich zurückkehrte (z. Jan. 1533), wo er da»

i Jahr darauf starb. Jnd ß hatte auch dar Prinz von Oranienviele Feinde. Sie beschuldigten ihn, daß er mit den Franzosen inhs.rbinduuq stehe und tadelten seine vierte Vermählung mit Ludo-vika von Colingny. Eigentlich war es aber der Religivnshaß derWallonen, welcher den Anhang der Staaten und des Prinzen inFlandern verminderte. Er begab sich daher nach Delft, wo ihmfein« Gemahlin den Prinzen Friedrich Heinrich (der 1647 starb) ge-bar. Doch hier ereilte ihn der Mord. Ein Burgunder, Baltha-> sar Gerard, hatte sich unter dem Namen Franz Guyon und mit

- dem Borgeben, daß er des reformirten Glaubens wegen aus Be-

sangon habe entfliehen müssen, bei dem Prinzen eingeschlichen, undihn durch die Frömmigkeit, mit welcher er dem Gottesdienste bei-wohnte, so getäuscht, daß der Prinz ihn in seinen Angelegenhei-ten öfter verschickte. Als nun Oranien am ro. Juli 1584 in sei-nem Schlosse zu Delft von der Tafel aufgestanden war, um in einandre« Zimmer zu gehn, erkchoß ihn der Mörder mit einer Pistole,die er mit dreiKugeln geladen hatte. Der Prinz sank neben seinerGemahlin Und Schwester, der Gräfin von Schwarzburg, zur Erde-und starb mit den Worten: „Herr, erbarme dich über meine Seeleund über das a rm e Volk!"— Sein Mörder war nicht älteri als nr Jahr. Der Wahnsinn, durch solche That die Seligkeit zuverdienen, hatt« ihn mehr noch als der hohe Preis zu diesem Ver-brechen angetrieben. Er litt die Todesstrafe mit verstocktem Sinneund völliger Unempfindlichkeit. Im Verhör hatte er bekannt, daß«in Franciskaner von Lournai und ein Jesuit van Trier ihn durchda« Versprechen der Seligkeit zu der That bewogen hätten, hier-auf habe er kein Vorhaben dem Prinzen von Parma entdeckt, unddieser ihn an den Staatsrath d'Affo »rille gewiesen, um das Nö-thig« zu verabreden. — Wilhelm starb 52 Jahr alt, in der vollenKraft seine« Geistes. Er war wohl gebildet, hatte kastanienbrau-nes Haar und eine bräunliche Gesichtsfarbe. Er sprach wenfg unddachte viel; was er abersagte, war klug und gefiel. In derKunst,die Menschen zu gewinnen, war er em Meister. Geaen da« Volkbenahm er fleh freundlich und bescheiden. Ost ging er ohne Hut in«er Stadt, und unterhielt sich treuherzig mit den Bürgern. I» seinemHaus« war er großmüthig, gastfrei, prachtliebend und freigebig i alle«