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' Wilhelm (K. v. WürteMberg) 6n

den, gegen dies Begrädniß, und man mußte erst diesen Schreier be«friedigen. IN der Gruft sollte den Leichnam ein großer steinernerSarg aufnehmen. Er war jedoch zu eng , und als man den Kör-per gewaltsam hineinpreßte, sprangen die Eingeweide des dick nund fetren Körper» dlirch die -Bauchdecken, und ihr Gestank ver-trieb alles. Roch nach 45a Jahren wurden bei einer Plünderungder Stadt Caen seine Gebeine aus der Grast gerissen, da man da-rin groß- Schätze zu finden wähnte. *r.

Wilhelm, König von Würtemberg, ist zu Läden, einemStädtchen in Schießen, am ^sten September des Jahrs t78l ge-' boren worden. Sein Vater war der verewigte König Fried-rich von Würtembcrg, damals preußischer Generalmajor undChef eines Dragonerregiments, mit welchem er in Lüden in Gar-nison lag; seine Mutter, die braunschweigische Prinzessin AugusteCarsline Friederike Luise, mit Friedrich vermählt seit dem Oktober1730. Sein vollständiger Name ist Friedrich WilheliffCarl, und er das älteste von vier Kindern , die seine Altern er-zeugten, von weichen außer ihm noch zwei am Leben sind. Man-ches nicht angenehme Ereigniss bezeichnet seine frühere Jugendr' Schon als Kind und Knabe, gerade in dem Alter, in welchemder Mensch so gern seine Hermath hat und irgend ein FleckchenBoden liebgewinnt, führten ihn die besondern Verhältnisse seinerFamilie aus einem Lande Europü's in das andre; von Schlesienging er nach Rußland, von Rußland in die Schweiz., dann nachDeutschland an den Rhein, endlich nach Würtembcrg im I. t?9<Hwo der Aufenthalt nun bleibend wurde. Öfters war er währenddieser Zeit, bald länger, bald kurzer, vorn Vater wie von derMutter getrennt und unter fremden Augen; sein siebenter Ge-burtstag wurde der Sterbetag seiner Mutter; schon in die frühereErziehung dieses Zeitraums griff sein Vater selten auf wohlthä-tige Weis« ein. Roch ungünstiger zeigte sich dieser Einfluß, alsmit dem festen Aufenthalte in Würtemberg die ernstere Erziehungdes Prinzen ihren Anfang Nahm; nicht als ob es Friedrich Wil-helm, seinem Vater, an warmer, herzlicher Liebe zu seinen Kin-dern gefehlt hätte; er liebte fit, er wünschte sie an Her; undGeist gebildet, er gab ihnen treffliche Männer zu HöfmMern undLehrern; allein er hielt sich an den Grundsatz der nachsichtsloseitStrmge, in welchen die ältdre Erziehungskunst ihre höchste Weis-heit zu setzen pflegte, der aber, wenn er auch den Zögling nicht ge-radezu verderbt und verkrüppelt, waS so oft der Fall seyn wird,ihm das Leben wenigstens in ein trübes, freudenloses Daseyn ver-Dieser Grundsatz, vom Vater des Prinzen geübt, wurdem Wahrheit furchtbar, weil er auch ick Kreis seiner Familie zstrsizbar, und weit entfernt von der zur Erziehung gehörigen Ruhe«ar, und seine Leidenschaft, wenn sie sich einmal erhoveü hatte,m ihrem Ungestüm weder Ziel noch Maß mehr zu halten Mußte.Unter sillchen Umständen mußte es für die Erzieher sitner Söhnebald nothwendige Mascime werdr'n, ihn, so tziel es sehn konnte,von aller Einmischung fern zu halten, bleibenden Schaden, ivcnri eretwa» verfehlt hatte» wo Mögllich zu verhüten, uns ohne ihn nachihrem eigenen besten Wissen und Gewissen an der Erziehuiig dersel»zu arbeiten; Öffentlich hat König Wilhelm vor äller Weltanerkannt, welche Verdienste sein erster Lehrer und Bildner, dernunmehrige Präsident V» Gros» in diesem Zeitraum« üm ihff

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