Wilhelm (L. v. Würtcmberg)
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avch die Jagd unter seine Beschäftigungen, aber nur in so fern siemit körperlicher Anstrengung «erblinden war. Er verfolgte dosWild zu Fuß, und die wenigen Landleute, die er dabei beschäf-tigte, und die ihm Frohndtenst zu leisten verpflichtet waren, er-hielt,» von ihm ihre» Taglohn. Auffallend stach die ungcsuchteEinfachheit bes Sohns gegen den Herrenglanz des Vater« ab; siewar Vielem anstößig, ihm der Prunk desselben beschwerlich. Kaumwurde diese Lebensweise in etwa« geändert durch seine von jenerZeit herbeigeführte Verbindung mit der edlen Prinzessin Charlottevon Bayern, im Johr i8->8: sie dauerte 7 Jahre, und lös'he sich1815 wieder, da die Verhältnisse indeß durchaus andere gewor-den waren, in freundschaftlichem Einverständnisse Beider. Be-reits in jener Periode lastete die unumschränkte Regierung König«Friedrich schwer auf Mürtemberg, und vieles, vieles Harte er-ging über das Land, weniger aus eignem inneren Antriebe vomKönig verfügt, als bösartig von solchen veranlaßt, die ihn um-gaben. In dieser Noth richteten sich die Augen und Herzen allerWürtemberger in stiller Sehnsucht gegen den Kronprinzen;er war, wie wenige Fürsten vor dem Antritt ihrer Regie-rung, die Freude und die Hoffnung seine« Vaterländer. Nicht
nur hoffte das Volk bessere Zeiten von seiner Milde und Mensch-lichkeit, wenn er selbst den Thron bestiegen hätte, sondern Vieleerwarteten auch, daß er schon jetzt seine kräftige Stimm« gegen s»manches Unziemliche, da« vorging, erheben möchte. Allein derKronprinz hatte seit seiner Rückkehr ins Vaterland den unabän-derlichen Entschluß gefaßt mit seinem Vater, so viel an ihmwäre, in friedlichen; Verhältniß zu bleibe»; er hielt sich al«Sohn und Unterthan nicht befugt zum Einsprechen in das Thunund Lassen der Königs, seines Vaters; und warum hätte er esdennoch thun sollen, wenn er auch sckon die Fruchtl-sigkeit davon»eraussah? Aber in der Stille beobachtete und bemerkt« «r; man-cher Sandmann, den er auf seinen einsamen Epaziergängey an-sprach, haf, ohne zu willen, m>t wem er sprach, ihm seineNoth geklagt; in der stelle sammelte er sich Kenntniß von denBedürfnissen und Gebrechen be« Vaterlandes, um zu seiner Zeit,wenn die Reihe an thu käme, kräftig abzuhelfen. S» lebte erbis zum Jahr igi2. In diesem Jahr begann der französisch« Kai-ser jenen furchtbar abenteuerlichen Heereszug gegen Rußland; auchiz,m>o Würtemberger brachen mit dem übrigen Süden auf, undder Kronprinz stellte, dem Wunsch seines Bakers gemäß, sich anihre Spitze. Es war ein ypfer, das er dem Vaterland« unddem Vater brachte; den» leicht hätte es ein Ungewitter vonFrankreich au« über Land und Familie herbeizi-hen mögen, wenner, der Erbe des Reichs, durch fortgesetztes Fernbleiben der Ab-neigung gegen das französische Wesen verdächtig geworden wäre.Allein der Himmel selbst wollte nicht, daß sein Arm, der nur fürRecht und Gerechtigkeit fechten sollte, für jene ungerechte Sachesich erhob. Bald nach dem Einrücken ins russische Gebiet befiel ihneine gefährliche Krankheit; er mußte in Wilna zurückbleiben, undbeängstigende Nachr-chtkn von dem Zustand seiner Gesundheit ver-breiteten sich im Vaterland. Wie athmete man so viel leichter, als«s hieß, er habe endlich den Heimweg antreten können; er näheresich wieder, wenn auch nur in kleinen Tagereisen! Seine nochnicht vollendete Wiedergenesung sprach ihn im I. isiiz von alle«