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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wissamvv

mente beschlossen. Eine Schmähschrift: B-rsuch über das Weid(Lr»»i OH Wo«!»» — eine anEößige Paraphrase des Veni Lre».tor), die Wilkes heimlich gedruckt und verbreitet h.itte, vergrö-ßerte seine Schuld und er flüchtete sich nach Frankr-tch. Im I.17Ü8 kam er nach England zurück, wurde m London von dem Pö-bel mit großer Freude empfangen, und von der Grafschaft Modle-sex zum Repräsentanten im Parlament gewäblk. Freiwillig stillteer sich vor das königliche Gericht (t'no bencli), und selbstin das Gefängniß, wozu ihn jenes vcrurrheilte, onne die Bewe-gungen des Volks, das t-'st an ihm hing und alles versuchte, ihnzu befreien, zu keinem Vortheil zu benutzen. Seit einer lange«Reihe von Jahren hatte noch nie ein anderer öffentlicher Borfall sogroße Unruhen in London erregt, als dieser; aber Wilkes wußtedurch Klugheit die weiter« Folgen davon zu hindern. Seine Ent-laffunz-aus dem Gefängnisse (177ns war die Losung zu neuen Un-ruhen, weil das Parlament sich weigerte, ihn als Repräsentantenvon Middlesex anzunehmen. Er wurde indessen, den Ministernzum Trotz, zum Alderman und 1770 zum Sordmayor von Londongewählt; in der Folge erhielt er die sehr einträgliche Stille alsSchatzmeister o'er Kämmerer von London. Er starb am rüstenDecbr 1797. Wilkes war ein Mann vonVerstand und Kenntnissen,besonders der Rechte seine« Vaterlandes kundig, die er mit Muth,Entschlossenheit und ausharrender Standhaftigkeit vertheidigte,und oadurch den willkührlichen Unternehmungen der MinisterSchranken setzte. Sein Charakter war nicht vorwurfsfrei; es hätteindessen vielleicht nur von ihm abgehangen, ein zweiter Gatilin«zu werden, aber er bemühte sich nachher (1780), einen von An-dern veranlaßten Volksaufruhr selbst mit Gefahr seine« Lebens z«dämpfen. Er schätzte die alten Klassiker, und veranstaltete, aufeigne Kosten, splendide Ausgaben der Gedichte des Catull undder Charaktere des Theophrast. Außer vielen politischen Auf-sätzen und einer Sammlung seiner Parlameotsredcn, hat er aucheine Geschichte Englands von der Revolution an bis zur Tbronbe«stetgung des braunschweigiichen Haukes (1763, 4.) herausgegeben.

Willamov (Joh. Gottl.), gehört nicht zu den ausgezeichnet-sten, aber doch zu den vorzüglichern Dichtern, hie in der Mittedes vorigen Jahrhunderts deutsche Poesie groß und selbstständigmachten. Er war 1786 zu Mohrungen in Preuß-n geboren, stu-dirte in Königsberg und wurde 1758 Professor in Thor». EinigeJahre später gab er seine erste Sammlung von Poesien heraus.Der so milde, sanftmüthige Mann hatte sich in einer Gattsng»ersucht, die sonst nur die rasende Trunkenheit beim Mänaden-dienste des Bacchus ausströmte, in der Dithyramb« Da sienicht mehr ihren eigenthümlichen Charakter beibehalten konnte,so wendete er sie auf g'vße Ereignisse an, und besang z. B. dieTrennung GicilienS von Italien, Hermann u. s. «., mit derFülle und Regellosigkeit dithyrambischer Bilder. Doch diese Formder Poesie kann uns nie nationell werden, und so wurde auch anWillamovs Dithyramben wohl da« Studium des Pindar be-wundert, aber seine Gesänge selbst wurden bald vergessen und sindjetzt wohl nur Wenigen mehr bekannt. Bald daraus (1765) gaber die ersten zwei Bücher dialogischer Fabeln heraus, diesich durch Natürlichkeit, Anmuth und Wahrheit Vortheilhaft aus-zeichnen, und den Äsopischen an die Seite gesetzt zu werden »er-