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Zenhter Band. To bis Z.]
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63c» Windfahne Windrose

eben so lange in die entgegengesetzte Richtung umlegt, während eraui der Südseite immer derselbe bis zum zssten Grade bleibt.Unter der Linie herrscht dagegen im atlantischen Ocean beinahevollkommenes Gleichgewicht, also viel Windstille. Landnähe, In.sein, 8 rge andern viel ab. Nordamerika und die kanarischen In.sein leiden sehr an Wirbelwinden; an jeder Seeküste blasen regel-mäßige Land- und Seewinde abwechselnd So findet sich im Mit-telmeere Abends östlicher Landwind, frühe westlicher Seewind; dieRichtung der Straße bei Gibraltar erzeugt dort fast nur West- >und Ostwinde; an der Nordostküste von <fien ist Westwind derstehende Wind; an der Ostküste von Großbritannien herrscht vomApril bis Juni Ostwind; bei Irland dagegen West und Südwestfür immer. Der Canal ist wegen seiner Ruh« bekannt, währenddie Meerenge zwischen Irland und England sehr stürmisch ist.Noch unregelmäßiger streife» die Winde über das Eoncinent, ssdaß ihre Dauer und Wiederkehr bis jetzt sich noch nicht auf br- >stimmte Zeiten hat zurückführen lasse». Nur so viel ist gewiß, daßder Wind den Eompaß stets westwärts durchstreicht, es folgt nachOst immer Süd rc., nie umgekehrt. Hier haben Wilder, Seen,Sümpfe, Wüsten, Thäler großen Einfluß. Die Sandivüstenerzeugen vorzüglich brennende, gerade aufwärts steigende, trockeneWinde, die wie der Samiel in Arabien ihre schädlichen Einflüsseweiter verbreiten. Gewitter verändern den Wind durch Tempe-raturveränderung, Verdichtung aufgestiegener Dünste, durch ent-standene leere Räume, ihr Niederschlag auf die Erde verhält sichfast eben so. Bei allen diesen Vorgängen ist Electricilät sehr thä-tig und ohne Zweifel die Hanptursache derselben. Sie zeigt täg- »lich zwei regelmäßig höbere (frühe um Sonnenaufgang und Nach-mittag nach zwei Uhr) und zwei niedere Standpunkte und jederbesondere Wind besitzt, rücksichtlich der Himmelsgegend, aus «el- ,cher er kommt, ein bestimmtes Maß derselben. Daraus erklärtsich die Bildung der Gewitter durch Südwind, die Trockenheit undHeiterkeit des Ostwindes, die rrübe Lust des Westwindes, dieRauhheit und Nässe des Nords, so wie die verschiedene Luftdich-tigknt, welche jeder Wind mir sich bringt und wodurch jeden daseinfache Barometer zum Steigen oder Fallen nöthigt. Am höchste«steht es beim Nord und Nordwest, dann folgen Ost, West- undSüdwind.

Windfahne, Wetterfahne, ein bekanntes Instrument, wel-ches Anemoscop heißt, wenn es mit einer Compaß ähnlichenGradabtheilung der Himmelsgegenden verbunden ist, um die Wind-richtung genauer zu beobachten. In Frankreich war eine Wind-fahne ehedem ein Vorrecht solcher Familien, deren Stammvatersein Panier zuerst- auf den Wall einer eroberten Stadt aufge-pflanzt hatte. ' r,. z

Wi n dro se'-ist ein Theil des Eowpasses (s. d. Art.). Mannennt nämlich so die den Horizont vorstellende und nach Z2Wind-strichrn eingetheilte Scheibe des Compaffes, weil sie einige Ähn-lichkeit mit einer Rose hat. Die vier Gegenden, Nord, Sud,Ost, West, welche die Scheibe oder den Horizont in eben so vielTheile theilen, heißen Hauptgeqenden, die kleineren Abttzcvlungen Nebengegenöen. Zede der vier Hauptgegendcn wirdin zwei gleiche Theile gerheilt, und die Benennung jedrr dieserersten Nebengegenden wird aus dem Namen der beide» Hauptge-