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6Z6 Wrnterrhur ' Wiebaden

unterlassen wird. Bei manchen Winterschläfern wirkt vorzüglicheingeschränkte Luft; so kann man den Hamster sebr bald zum.Schlafen bringen, wenn man ihn in ein Behältniß sperrt, welchesman einige Fuß tief in die Erde gräbt. Unter den Vögeln lindauch die Schwalben, nach sichern Zeugnissen, einem ähnlichen Win-terschlaf« unterworfen. Die Mauerschwalbe findet man in Schott-land nicht allein in den Ritzen alter Gemäuer, sondern man hatsie auch oft aus dem Schlamme des Wassers gezogen und sie durchWärme wieder erweckt, so daß man daraus eine allgemeine Regelhergeleitet, die indessen keinesweges gültig ist. da sie vielmehr be-kanntlich äls Zuqvögel im Winter wärmere Climate aufsuchen. Dieim Schlamme gefundn«» Schwalben sind höchstwahrscheinlich durchzufällige Ursachen aufgehalten, haben sich im Röhricht versteckt undsind so in diesen Zustand verfallen. Auf ähnliche Weise hat manauch einst einen jungen Kuckuck erstawt im Wasser gefunden, ohne daßhei diesen Vögeln der Winterschlaf Naturgesetz wäre. Bei denFröschen hingegen und bei andern kriechenden Ampbibien ist derWinterschlaf sehr gemein. Sobald die äußere Temperatur unter50 Grade Fahrenhcit sinkt, vermindert sich sogleich die Zahl derHerzensschläge von dreißig bis auf zwölf in der Minute. Wen»man ihnen in diesem Zustande mit Gewalt Futter beibringt, sofindet man es nach geraumer Zeit ganz unverdaut. Auch bleibenFrösche, Schlangen und Eidechsen, die man in einer künstlichenKälte erhält, oft Jahre lang in einem solchen Zustande. Daherkommt er, daß manbisweilenKrötm in Sternen eingeschlossen gefunden,die gewiß viele Jahrhunderte darin gelegen. Auch die übrigen nie-drigen Thiere, als Schnecken und Infekten, halten bekanntlich ih-ren Winterschlaf. Einen unvollkommncn Winterschlaf findet man beidem gemeinen Bären, der im November, wo er vorzüglich fett ist,sich in seinen Bau zurückzieht, den er mit Moos gefüttert hat,und so den Winter über selten erwacht. Aber wenn dies geschehen,pflegt er sich die Tatzen zu lecken, die ohne Haare und voll kleinerDrüsen sind, daher man geglaubt hat, daß er seine Nahrung alleinauS ihnen ziehe. Auch der Dachs verschläft den größten Theil de<Winters, indem er seine Schnauze in einen Fettbeutel am Hinter-leib« steckt.

Winterthur, eine kleine, wohlgebaute, industriöse Stadtim Schweizercanton Zürich, mit etwas über 400 Häusern undZzoo Einwohnern an der Culach in einer schönen Ebne am Fußeeines Hügels. Es gibt hier gute Kattun-, Musselin- und Zih-fabriken; auch wird Vitriol, Älaun und Glaubersalz bereitet undhäufig versendet. Die Arbeiten vcrschiednek Profesfionisten, vorzüg-lich aber die hiesigen Töpferwaaren, sind berühmt. Die Stadthat eine Bibliothek, ein Münz- und Naturaliencabinet. In derUmgegend wächst ein guter Wein, mit welchem ein beträchtlicherHandel getrieben wird.

Wirtemberg.s. Würtemberg.

WiSbaden, eine dem Fürsten von Nassau-Usingen ge-hörige Landstadt, die wegen ihrer Bäder berühmt ist. Sie liegtauf einer kleinen Ebne, nach Süden und Osten von Wiesen undfruchtbaren Gctraidefluren, nach Norden von sanft sich erhebendenRebengeländern umgeben, durch hohe Waldgebirge vor rauhen Win-den geschützt. Um die Stadt her ziehen sich große Gemüse- undObstgärten und auf allen Seite» sieht man freundlich» Meierhöse