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Handwerke unh allerhand bürgerliche Gewerbe, sonder» auch Acker-und Weinbau. Daher fallen sie auch nicht so gierig über die Beu-tel der Fremden her, wie dies in manchem andern Badeorte ge-schieht. Die LandcScollegien haben auch ihren Sitz in der Stadt.Unter allen Spaziergänger, um Wisbaden her ist die neue An-lage, welche sich vom Herrengarten bis zum ehemaligen Wicscn-brunnen hinzieht und den herrlichen Kursaal umgibt, die schönste.Ader einen unendlichen Reickthum an großen und schönen Natur-scenen hat die umliegende Gegend. Wir nennen hiervon nur dieFasanerie, von einem Walde umgeben, in einem freundliche»Thale; Klarenthal, «in ehemaliges Kloster, in dessen Nähe manalte Grabhügel findet; Sonnenderg, eine alte Burg mit weit-latt'tigen, mahlerischen Ruinen; den Gcisberg, von welchemman eine reizende Aussicht nach Mainz und dem Rheins hat;Adamsthal, eine schön angelegte Meierei; die Walkmühle,mit recht artigen Anlagen und einem Lanzsaale; das Jagdschloß,die Platte, wo man eine der reichsten Aussichten in Deutschlandgenießt; und Biberich mit seiner herrlichen Fürstenwohnung undder eben so herrlichen Umgebung.
Wischnu (Vishnu), eine von den drei vornehmsten Gotthei-ten der HinduS. Diese glaubten in frühern Zeiten nur einen Gott,Wrama (s. d. Art), der die drei Eigenschaften, zu erschaffen, zuervalien und zu zerstören, in sich vereinigte. In der Folge wur-den diele Eigenschaften personisicirt, und so entstanden drei beson-dere Gottheiten: Ormuzd, der Schöpfer aller Dinqe> Wischnu,der Erhalter oder die erhaltende Vorsehung, und Ähriman oderSchiwen, der Zerstörer. Wischnu ist also eine wohlthätige Gott-heit; seine Gattin ist öackschmi, die Göttin der,Weisheit undLiebe. (S. d, Art. Hindostan und Fr. Schlegel: Über die Spra-che und Weisheit der Jndier. Heidelberg, 1808.)
^ Wismar, eine Stadt im G.roKherzogthum Meklenburg-Schwerin, an einem Meerbusen der Ostsee, der einen geräumigenund sichern Hafen bildet. Sie hat 1000 Häuser und 6250 Ein-wohner, welche sich hauptsächlich mit dem Handel zur See undmit dem Schiffsbau beschäftigen. Die Stadt ist alt und gehörteehemals hu den Hansestädten. Im Anfange des l/ten Jahrhun-derts wurde sie zum Herzogthume Schwerin geschlagen, und imwestphalischen Frieden an die Schweden, d-e sie vorher eingenom-men hatten, abgetreten. Seitdem'ist die Stadt mehreremale be-lagert und eingenommen worden. Im I. 180g erkaufte der Her-zog von Meklenburg ^ Schwerin die Stadt Wismar mit ihremGebiete, nebst den Ämtern Poet, auf der Insel gleiches Namens,und Neukl öfter, von Schweden film die Summe von 1,200,000Thäler Banco. Durch diese Acqmsition wurden die meklcnbur-gischen Länder von dieser Seite völlig arrondict.
Wismüth (auch Wismut!); das Wort ist wahrscheinlich aus-ländisch, Adelung hält es für slavonisch), ein sehr sprödes Halb-metall, dos auf seinem Bruche ein würfliges, aus kleinen Blät-terten bestehendes Gewebe zeigt. Es wird theils gediegen, dochmeistens nur versteckt, oder vcrerzt (mineralisirt) gefunden. Manfindet es in Sachsen bei Schneeberg, ist Schlesien, Norwegen undSchweden. Der W'smuth wird im Feuer leicht flüssig, und ver-einigt sich, den Zrnk ausgenommen, mit allen Metallen und Halb-metallen. Durch dergleichen Vermischungen können verschiedene