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Sompositionen und zu verschiedenem Gebrauch gemacht werden.Mit Ainn, Blei und etwas Quecksilber vermischt, erhält maneine Spiegelfolie. Die Handwerker, die in Zinn arbeiten, brau-chen den Wismuth, um das Zinn leichter flüssig zu machen; mitBlei vermischt, wird er zum Löthcn gebraucht. Die Schriftgießervermischen ihn mit Spießglas, um Buchstaben zu gießen. MitLaugcnsalz oder Weingeist aufgelös't, gibt der Wismuth «inen fei-nen, weißen kalkartigen Niederschlag, der unter dem Namen spa-nisches Weiß ober Gchminkweiß bekannt, und für die Haut sehrschädlich ist. Die Ärzte der vorigen Zeiten empfahlen eine Auflö-sung desselben alS ein schweißtreibendes Mittel, und er war iirden Apotheken unter dem Namen Marcasit (s, d. Art.), M->r-casita oisisiiializ, bekannt.
Witte (Carl), Doctor der Rechte und Philosophie zu Ber-lin. Dieser junge Mann, der in seinem löten Jahrs die Würdeeines Doctors beider Rechte auf eine ausgezeichnete Art, undnachdem er alle deßhalb erfoderliche Prüfungen aus das ehrenvollstebestanden hatte, bei der Universität zu Heidelberg erhielt, ver,dient als ein merkwürdiges Beispiel aufgestellt zu werden, vondem, was glückliche, jedoch nicht ganz außerordentliche Raturga-ben unter zweckmäßiger Leitung in einem Alter vermögen, woman höchstens erfreuliche, viel versprechende Blüthen, ksincswegeSaber gereifte erquickende Früchte zu erwarten berechtigt ist. —Carl Witte ist geboren zu Lochau, einem Dorfe unweit Halle,am isten Juli igoö. Sein Vater gleiches Namens war daselbstPfarrer und zwar bekannt als ein Mann von Geist und Talenten,aber Nicht als ein vorzüglicher Genius. Er hatte von jeher einegroße Neigung zur Pädagogik gezeigt und war vier Jahre langErzieher der Kinder einer Familie von Salis in der italienischenSchweiz gewesen. Während seines frühern Aufenthaltes zu Ber-lin, so wie auf Reise», welche er zu machen Gelegenheit fand,war er mit den großen Erziehern Deutschlands und mit den vor-nehmsten öffentlichen und Privatunterrichts - und Erziehungsan-stalren bekannt geworden, und hatte hier seine Ansichten von dem,was Erziehung leisten könne und wie sie es könne, durch Beob-achtung und Nachdenken berichtigt und geläutert. Als ihm dieserSohn geboren wurde, nahm er sich vor, ihn selbst und auf dassorgfältigste, jedoch der Natur gemäß und ohne etwas erkünstelnzu wollen, wozu sie nicht die Hand böte, zu erziehen. SeineSitte verständige Gattin, die er auch erst größtentheils zu seinerLebensgefährtin gebildet hatte, unterstützte ihn bei seinen Bemü-hungen mit dem regsten Eifer. Allein weder Vater noch Mutterahmten, daß sich ihres Kindes Fähigkeiten so früh und auf eineso überraschende Art entwickeln würden, zumal da die Gesichtszügedesselben Hi den ersten Lebensjahren gerade nichts Ausgezeichneteszu versprechen schienen. — Im vierten Jahre las der junge Witteschon recht gut deutsch, indem er es gleichsam im Spiel von denAltern gelernt hatte. Er rechnete in dieser Zeit auch bewun-dernswürdig im Kopse, selbst mit Brüchen aller Art. Indessen ließihn der Vater dies nicht fortsetzen, weil es den Geist zum Nach-theile des Körpers allzusehr anzustrengen schien. Der letztere hattesich indessen sehr kräftig ausgebildet und das Kind genoß immer-während der besten Gesundheit. Born fünften Jahre an mußteder Vater fast wider seinen Wichen anfanzcn, dsn Sohn regelwä»