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ihnen ein« ganz andere Sterblichkeit ein, Z. die beigebrachten Ge-sundheitsscheine der Ehemänner beweisen wenig, die Sterblichkeitunter den Ehemännern, welche einsetzen, ist größer, als dieSterb-lichkeit unter d m männlichen Geschlecht überhaupt. Es ist daherzur Vermeidung einer fehlerhaften Berechnung in dieser Hinsichtvon Kritter folgenoer Grundsatz aufgestellt und auch bei ver-schiedenen Anstalten der Art zur Richtschnur angenommen worden:B siebt eine Wirlwencaffe aus 200a Interessenten, welche imDurchschnitt 4» Jahre und dec.n Frauen Z2 Jahre alt sind undwerden jedes Jabr 200 neue Interessenten ausgenommen, so ergibtsich gegen das gaste Jahr, wann der erste Stamm von 2000 In-teressenten mir ihren Frauen als völlig ausgestorben angenommenweroen kenn, folgendes Verhältniß der höchsten und beständig sichgleich bleibenden Zahl der Wittwen, welche Pensionen erhaltenund der Interessenten, welche beitragen, nämlich Z : 5, d. h.fünf Interessenten müssen so viel beitragen, als drei WittwenPension erhalten. — Wittwencassen, welche ihre Versprechungennicht hallen können, sind in der Regel nur dadurch vom gänzlichenRuin zu retten, daß mit den Interessenten accordirt, d. h. we-gen einer Verminderung der Pension übereingekommen wird. Nochrst zu bemerken, daß dergleichen Anstalten nicht gerade den Arme»zu gut kommen, auch nicht sehr von Sparsamen gesucht werdenkönnen, we-l man durch Privatiparsamkeit zwar nicht eine gleichgroße Rente seiner künftigen Wittwe zusichern kann, aber auchdabei nicht Gefahr läuft, das Ganze zu verlieren, wenn die Fraufrüher stirbt; daher sind dieselben hauptsächlich da zu empfehlen,wo bei den Ehemännern wenig Sparsamkeit zu erwarten ist. —Vollständige Belehrung über diesen Gegenstand findet man in folgendenSchriften: Dolaircissemeur sur los eradlisooinens pirfrlic» calculei»ou» 1 » äirecrioil <Ie l-eonli. Du 1 er, xar Nr. Duos. —deutsch v, Kritter, Altenburg 1782, 4. — Kritter Auflö-sung der wichtigsten Fragen über die Errichlnng dauerhafter Witt-wencaffen. Göttinge» 1765. 8. — Dessen Plan der neuen Ein-richtung der bremischen Wittwenpfleggeselltch. 1737. 4. — Kar-sten« Theorie von Wlttwencassn, Halle 1784. 8. — Teten«Einleitung zur Berechnung der Leibrenten, Leipz. 1785 u. 86. 2LHIe. — Dessen Nachricht von dem Zustande der Wittwencassezu Copenhaoen 1797. Eopenh. iZoz. — Florencourt Abhand-lungen aus der juristischen und politischen Rechenkunst m e. Vorr.v. Kästner. Alten bürg 1781. KN.
Wladimir (Wlodimtr), ein Name, der für Rußland gro-ßes Interesse hat. Wladimir wurde (y8i), nach dem Tode seinerbeiden Brüder, Herr des ganzen damaligen russischen Staates,und vergrößerte denselben durch bie Besiegung verschied»» benach-barter Völker. Bei Gelegenheit seiner Vermählung mit der grie-chisch-kaiserlichen Prinzessin Anna Romanowna ließ er sich (y.°8)taufen, und nahm mit seinem ganzen Volke die christliche Religion an.Die ersten Religion«! hrer der Russen kamen aus Constantmopclund von ihnen wurde der noch jetzt in Rußland übliche Ritusber griechischen Kirche eingeführt. Wladimir wird als dererste christlich« Regent und weil er viel Klöster und Sä-ulenstiftete, in der russischen Geschichte der Heilige, endlich weil erden, Grund zu der nachmaligen Größe des Reichs legte, auch derGroße genannt. Zu seinem Andesiken stiftete die Kaiseriw Ca-