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Zenhter Band. To bis Z.]
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6so Wolf (Plus Alexander)

Laufbahn als akademischer Lehrer in Göttingen, ward dann Pro.seffor der griechischen und lateinische« Sprache in Halle, erhieltI8IZ den Geheimerathstitel mit einer ansehnlichen Gehaltszulage,und begab sich, nachdem Halle westphälisch geworden, nach Berlin,wo er bei der dort neu errichteten Universität angestellt wurde.Als akademischer Lehrer und Director eines philologischen Semi.»ars hat Wolf sich hoch verdient gemacht und viel« treffliche Schü-ler gezogen. Sein Vortrug empfiehlt sich durch Klarheit und ge-diegene Kraft. Seinen Ruhm- aber verdankt er vornehmlich sei-nen gelehrten Schriften und den von ihm besorgten schätzbaren Au«,gaben alter Classiker. Wir haben von ihm eine kritische Ausgabedes Homer, bei welcher er den von Villoison aufgefundene» Codexvon St. Marcus zum Grunde gelegt hat. In den dazu gehörigenProlegomenen hat er mit eben so viel Scharfsinn als Gelehrsam-keit'seine Ansichten über die Homerischen Gesänge, die er nichtfür das Werk eines einzigen Dichters, sondern verschiedner Rhap-soden ansieht, entwickelt. (S. Homer.) Nächsidem hat er demPlgton große Studien gewidmet, und waß er in der versproche-nen vollständigen. Ausgabe desselben, wozu er sich früher mit Bek»ker vereinigt hatte, liefern würde, vorläufig in dem Phädon ge-zeigt, den er zuletzt mit einer meisterhaften lateinischen Übersetzungbegleitet hat. Nicht minder geschätzt ist feine Ausgabe der Hesio-dischen Theogenie und der Reden des Demosthencs und AristideS inI.exrinem. Von lateinischen Klassikern nennen wir seinen Sue«ton und seine Ausgab« von vier Ciceronianifchcn Reden, deren Un-«chtheit er bewiesen hat. Außerdem hat er sich durch sein mitButtmann herausgegebenes Museum für Alterthumskunde^ so wiedurch seine Analekten (bis jetzt drei Hefte) - um gründliche Kundedes griechischen und römischen Alterthums verdient gemacht. Wel-cher Meister er auch in der Verskunst sey und mit welcher Genia-lität er auch die deutsche Sprache in ihrem ganzen Umfange kenne«nd zu gebrauchen verstehe, hat er durch seine mit trefflichen An-merkungen begleitete Übersetzung der ersten Satire des Horaz, durchseine Übersetzung der Wolken des Aristophanet und durch die !»dritten Heft der Analekten gegebnen Probe einer Homerübersetzungbewährt, lauter Arbeiten , die er mehr oder weniger in Opposi-tion von I. H. Voß unternommen hat. Sein Charakter, woriner wie tn seiner Gelehrsamkeit dem großen Bentley ähnlich zu sey»scheint, hat ihn in den letzten Jahren tn mehrere Streitigkeitenverwickelt, namentlich mit I. H. Voß, dem gelehrtesten und ge-wiegtesten Bestreiter seiner Ansicht des Homer (wiewohl der öffent-liche Streit von H. Boß über einen metrischen Gegenstand veran-laßt und von diesem auch durchgefochten worden ist),'ferner durchfeinen allgemein gemißbilligten Äußerungen über seinen verdienst-vollen, leider zu früh verstorbnen Schüler, Heindorf (im istf«Heft der Analekten) mit Buttmann und Schleiermacher. Wirenthalten uns um so eher eines öffentlichen Urtheils über dieseStreitigkeiten, je weniger sie uns nach ihren Triebfedern und ihremWesen in einem dem großen und verehrten Gelehrten günstigen Licht«erscheinen. „

Wolf (Prus Alexander), Mitglied des königlichen Ratio-valtheaters zu Berlin und dramatischer Dichter. Die Kunst desdramatischen Künstlers wird um so schwieriger, je weiter die Ra-tio», der er angehört, in ihrer ästhetischen Bildung fortschreitet.