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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wölfl SS5

gelös't worden ««r, »«hm Friedrich Wilhelm, Herzog von Braun»schweig Öl« (s. d. Art.) im December 1313 seine Staaten wiederin Besitz und theilte dieselben am i. Jan. 1814 in zwei Stadtge-richte, Lrauvschweig und Wslfenbüttel und in neunzehn Kreisge-richte, von denen eine« da» Kreisgericht Wolfenbüttel genanntwird.— Die Stadt Wolfenbüttel (deren lateinischen Na-me», 6lielxiieri,^ruin , man für unrichtig erklärt) liegt m einerniedrigen und sumpfigen Gegend an der Ocker, welche durch dieStadt stießt. Diese ist mit Festungswerken umgeben, hat in ihrerMitte eine Citadelle (die Dammsestung) und enthält in yoo Häu-sern 6650Einwohner. Es ist hier ein altes fürstl. Resibenzschloß undZeughaus. Dem Schlosse gegenüber ist daS schöne vom Herzog Au-gust Wilhelm 172z in Form des Pantheons zu Rom aufgeführte Ge-bäude, in dessen Erdgeschoß sich die herzogliche Reitbahn, oben aberdie berühmte wolfenbüttelfche Bibliothek befindet. Sie ist eine dervorzüglichsten in Deutschland, die durch ihren berühmten Bibliothe-kar, I. G. E. Lessing, dem Herausgeber der wolfenbüttel-schen Fragmente (s. d. Art. Lessing) noch bekannter wurde.Sie besitzt viele Manuscripte (10,000), «ine große Anzahl der älte-sten Drucke, und soll überhaupt gegen 200,000 (wie Einige glaube»nur no,ooo) Bände enthalten. Noch sind zu Wolfenbüttel dreiPfarrkirchen, ein Gymnasium, das immer -inen guten Ruf behaup-tet hat, ein Konsistorium, ein Oberappellationsgericht, die zweiteInstanz des Landesgerichts und das Stadtgericht. In Wolfendüt-tel wird ein beträchtlicher Handei mit Garn getrieben; auch wer-den hier Bänder, Leinwand, Drell, Papiertapeten, Leder, lackirteWaaren, Tabak Vitriol rc. fabrictrt. Die hiesigen Gärtner trei-ben einen starken Handel mit Küchenkräutern.

Wölfl (Joseph), geboren zu Salzburg 1772, bildete sich unterLeopold Mozart und Michael Haydn (ebenfalls in Salzburg) zu ei.nein sehr beliebten Esmponisten (besonders für das Pianof.) undzu einem der größten und fertigsten Pianofortespieler des vorigenund gegenwärtigen Jahrhunderts. Schon mit 7 Jahren spielte erunter allgemeinem Beifalle ein Violinconcert. Als Mozarts Ruhmdamals ganz Deutschland erfüllte, entschloß sich Wölfls Vater, denSohn zur Vollendung feister musikalischen Ausbildung zu diesemunsterblichen Komponisten zu schicken. Dieser wurde Wölfls trcue-ster Freund und empfahl den achtzehnjährigen Jüngling dem polni-schen Grafen Orginsky als Kapellmeister. Bei dem Ausbniche derpolnischen Revolution 179-t verlor der Graf Orginsky sein Vermö-gen und Wölfl seinen bisherigen Posten. Er blieb noch ein Jahrin Warschau und ging nach der Theilung Polen« 17hg nach Wien.Hier fing er an, für das Theater zu componiren und seine komi-sch« Operr der Kops ohne Mann, erwarb ihm luvten Beifall. Da-mals verheiralhete sich auch Wölfl mit einer geachteten Echauspie»urin, «llctn seine Eh« war nicht glücklich. Sie trennten sich unhz»Wölfl trat 1799 eine Reise an, auf der er die meisten StädteDeutschland« besuchte. Bom Jahr 1799 a» wnr er fast beständig«uf Reisen und erwarb sich durch seine ringest eine Fertigkeit unsdurch die Leichtigkeit und Sicherheit, Mit der «r die größten Ibisiu jener Zeit Noch seltnen) Schwierigkeiten überwand, überall denbegründeten Ruf eines der größten Virtuosen auf seinem Instru-ment. An Jahr i8or kam er nach Paris, wo er allgemeine Be-wunderung erregt« und zugleich eine fraüzößsche Oper für da«