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656 Wolfsgruben Wolga

ßßlieatrs coinicsiis: „I.'-lirioui ronaanosgue" in'einem Act, schrieb.Nachher izc>5 ging er nach England, wo er am 21. Mai des Jahrs1812 starb. Ais Beweis seiner Gcschicklichkeit und Geistesgegen-wart kann folgende Anekdote dienen, welche Gerber in seinem Ton-künstlcrlcxikon von ihm erzählt. AIs Weist einst (vermuthlichi7yg) ein Concert in Dresden geben wollte, auch bereits, am de.stimmten Tage die Capelle zur Probe desselben versammelt und dieStimmen ausgelegt'waren, fehlte es an weiter nichts als an demInstrumente, worauf er spielen wollte. Endlich wird es gebracht,aber cS steht einen halben Ton zu tief. Da nun oer Klavierstim-mer wohl eine Stunde Zeit foderr, um es herauf zu stimmen, s-setzt sich Wolfl, um das Orchester nicht «o lange aufzuhalten, ganzruhig an das verstimmte Pianoforte und spielt sein in 6 gesetzte«Concert (eines der schwersten für dirs Instrument) aus Lis miteben der Fertigkeit, Reinheit und Präcision, als wäre es in dieserTonart geschrieben. — Er war ein bescheidner, angenehmer und jo-vialer Mann, degen früher Tod keinem Musikfreunde gleichgültigseyn kann. Folgendes find ungefähr seine bekannten Werke. I.Aür das Theater. Der HöÜenderg, Oper. Wien isyZ. DerKopf ohne Mann, Operette, isys, Wien. romsnesoue,

ox. vorn-, 1304 zu Paris zum erstrnml aufgeführt. H. Fürdie Kammer. Eine große Anzahl Sonoren, Quartetten, Trio'«,Phantasien, Fugen u. s. w. für das Piono'vrte, mit und ohneAccompagnement. 15 verschiedne Hefte Variationen für das Piano-forte. Z große Conc.rt« für das Pianof. mit Orchester. Die Gei-ster des Sees, Ballade für Elrvier und Gesang. 2 Hefte Gesängemit Begleitung des Clavrers nebst einer vierstimmigen Hymne.

Wolfsgruben sind tiefe mit einer Fallthür verdeckte Gru-ben, in welchen man Wolfe fängt. Ähnliche ü bis 8 Fuß weiteund 4 bis 5 Fuß tiefe Gruben werden bei dem Graben einer Fe-stung, wie auch zwischen dem äußern und innern Thor« äuge-lest.

Wolga, in Rücksicht der Lange ihres, gegen 500 deutsche Meile»fortgehenden Laufes der größte Fluß nicht nur des russischen Reichs,sondern in ganz Europa. Sie entspringt auf einer waldigen An-höhe aus verschiednen Sein, 20 Metten oberhalb Twer, wird beidieser Stadt schon für Lastschisse fahrbar, und nachdem sich dieOcka obcrhalo Nowgorod und die Kama unterhalb Kasan mitihr vereinigt haben, zum berrachtlichen Strome, der sich in mehrals 60 Armen, 12 Metten unter Astracken, in das caspiiche Meerergießt und in leinen Mündungen verschiedne Inseln bildet. DieWolga wird im Laufe des Jahrs immer seichter, und nur wenngegen das Ende des Früüjahcs Schnee und Eis schmilzt, und derFluß dadurch so anschwillt, daß er (gewöhnlich im Mai und Juni)aus seinen Ufern tritt, können auf demselben große Schiffe über*die Sandbänke und die niedrigen, alsd.nn ganz unter Wasser ste-henden Jnsen, bis Astrachan sicher hinabfahren. Die Ufer derWolga find überaus fruchtbar, selbst d-e näher gegen die Mündun-gen zu liegenden, noch nicht angebauten Gegenden derselben brin-gen eine Menge nützlicher Prodücte hervor. Nirgends wird inRußland so viel Eichenholz angetroffen, als in der Näh« diesesStroms. Die Wolga ist, besonders von Astrachan an bis zu ih»rem Ausfluß in das Meer, außerordentlich fischreich; von allen denFischen, die im caspischen Meere sich finden, drängen sich i« Früh-