Wolke Wolken 657
fahre «in« s» außerordentliche Menge in die Mündungen der Wol-ga und den Fluß weiter hinauf, daß der Fischfang um diele Zeit-der 10,000 k.eine Fahrzeuge beschäftiget. Lie Mische, w iche amhäufigsten gefangen werden, find Störe, Sterlet, Karpfen undHecht« vou außerordentlicher Größe und vorzüglich der Hausen (imRussischen wegen seiner weiß n Farbe L-IuxL genannt). Au« denEiern oder Roggen de« Sterlet und des Haus n wird bekanntlichder au« Rußland zu uns kommende Caviac, so wie aus derHaut und den Eingeweiden deS letzter» d,V Hauftnblase bereitet»Auch Seehunde kommen aus dem caspischen Meere in die Mündun-gen der Wolga und werden da gefangen.
Wolke (Christian Heinrich). Dieser Gelehrte hat sich in derneuesten Zeit besonder- durch seine Forschungen im Gebiete derdeutschen Sprache ausgezeichnet und sich mit Verbesserung der Recht-schreibung und richtigen Abbildung der Worte beschäftigt. Sei»neueste« Werk ist sein Anleit, worin er sich über eine großeMenge von Wörtern in dieser Rücksicht verbreitet hat. Früher warer Direckor dc« Erziehung-institut« zu Dessau, weiche- un.cr demNamen Philanthrvpin blühte und durch Baseoow so beruhn; wurde.Er gab damals mehrere pädagogische Schriften herau«, welche zuihrer Zeit geschätzt wurden. Späterhin lebte er al« Prioargelehr-ter an mehrern Orten und hatte wävrend seines Aufenthalte« i»Rußland den Titel eine« russisch kaiserlichen Hofcatht erhalten.Seine Schriften s. bei Meusel.
Wolken nennen wir die in beträchtlicher Hih« über der Erd«schwedenden sichtbaren Wasserkünste. Bom Nebet sind die Wolkennur durch die Höhe und durch eine größere Undurchsichtigkert ver-schieden. Letztere hat t,i der dünnern Luft ihren Grund, welch«de« Dunsttheilchen erlaubt, dichter zusammenzutreten» Doch fin-det darin ein großer Unterschied Statt, indem es Wolken gibt, dieden Himmel trüben, ja verfinstern, unb wieder andre, die, einkmleichten Schleier ähnlich, die Sonnen- und Mondstrahlen durch-scheine» lassen. Ihre Bildungen unb Formen, besonders am Hori-zont, s» wie die prächtigen Farben, die st« besonder« im Morgen-und Abendrot!» durch die Strahlenbrechung erhalten, bieten demAuge oft den herrlichste» und mannichfaltigsten Anblick dar. ^Die Wolke» entstehen auf ähnliche Art wie der Nebel. Die wäs»steigen Dünst«, die aus den Meeren, Seen, Teichen, Flüssn unhdem ganzen Erdboden aufsteigen, erheben sich vermöge ihrer Ela-sticität und geringern Schwere in der Aimosphäre so hoch, bis sieeine seht dünne und kalte Luft antreffen, i» welcher sie nicht mehrsteigen können, sondern vielmehr verdichtet werden. Über die Art«ud Weise aber, wie diese Aerdichtuag und dir ganze Wolkenbil-dung vor sich gehe, sind die Physiker verschiedner Meinung. D«Luc, dessen Anficht die statthafteste ist, glaubt, daß sich das Was-ser »ach seinem Aufsteigen in Dünsten, ehe es Wolken bildet, in*Gasgestalt in der Luft besiude und gar nicht ar-s« Hygrometerwirke, daher die Luft in den obern Regionen in Mer trocken >ey.Die Wolken erklärt er für Ansammlungen von Bläschen, dere»Bildung au- dem Gase er wenigsten« zum Theil im Feuer zu fin-den glaubt, weil sie nach seiner Erfahrung fühlbare Wärme dem«irpec mittheile», den sie brn-tzen. Rack Huoe sind die WolkenSammlungen von niedergeschlagnen Blärchen und unter,check,v sichdnrch ihre negative Elektricität von den Nebeln, deren StrttrieH*'»». -w. «»«. x. 4L