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664 > Woriöermnnn Wrangsl

Wouvermann (Philipp), ein berühmter Landschaft«- undLhiermahler der niederländischen Schul«, geboren 1620 zu Harlem,starb ebendaselbst 1668. Er lernte bei seinem Vater, Paul Wo»,»ermann und bei seinem Land-mann Johann Wynantk. Er arbei-tete viel und gut, erhielt aber wenig sür sein« Arbeiten; destomehr bereicherten sich die Kunsthändler durch seine Merk«. Ermahlte Landschaften, Jagden, Pferdemärkte, Reiterscharmützel, Fi-schereien rc. Der Krieg, der damals in den Niederlanden geführtwurde, scheint zu einigen seiner Gemählde die Ideen gegeben zuhaben. In seinen Landschaften ist immer etwa- Neue«; seine Fi-guren und Pferde sind meisterhaft gezeichnet. Viele seiner Ge-mäi lde sind von guten Meistern in Kupfer gestochen worden. Diekönigliche Gall-rie zu Drc-den besitzt mehr alL fünfzig Gemähldevon ihm, unter denen mehrere ganz vorzüglich sind. Wouver-maiins größtes Verdienst besteht darin, daß er die Natur getreunachahmte; er hatte nie, um seine Kunst auszubilden, die Grän-zen seine« Vaterlandes verlassen. — Peter Wvuvermaan, sei» Bru-der, ist ebenfalls als Mahler nicht unbekannt.

Woywodev, s. Woiwoda,

Wrack. Diese- Wort soll au- dem Holländischen herkomme».E- bedeutet das Untaugliche in seiner Art, den Ausschuß, und istin diestr Bedeutung bloß im Riedcrsächfische» gebräuchlich. ImHochdeutschen braucht man dafür den Ausdruck Brack, z. B. «0»Porzellan oder Fayence, das im Brennen verunglückt und untaug-lich st In der Echifferiproche heißt Wrack der Körper eine« ge-scheiterten oder sonst untauglich gewordnen Schiffe«.

Wrangel (Hart Gustav, Graf von), schwedischer Felbmar-schall, ein durch kriegerische Thaten zu Lande und Wasser ausge-zeichneter Feldherr d«- irten Jahrhunderts. Er stammte au» eineralten und berühmten schwedischen Familie. Sein Vater« Her-mann Wrangel, war schwedischer Reich-rath und Feldmarschall,und starb 1644 als Generalgeuverneur von Lieflaud. Carl GustavWränge! trat zeitig in Kriegsdienste, und lernt« in der berühm-ten Schule der großen König- Gustav Adolph. Er machte mitdiesem die Feldzüge in Deutschland. AlS der verdienstvolle schwe,discke Feldherr Panner (1641) starb, war Wrangel alt General-major einer von denen, welche die schwedische Armee unter sehrmißlichen Umständen bis zur Ankunft des neuen OberbefehlshabersLorsteusohn dommandirten. Unter Torstensohn machte Wrangel denFeldzug in Deutschland', und begleitete ihn (tü-z) auf de«kühnen Aug« nach Holstein, um den Krieg gegen Dänemark zuführen (s. d. Art. Lorstensohn). Man übertrug Wrangel» nachdem Tod« de« Admirals ElaaS Flcmming de» Oberbefehl über dieschwedische Flotte, welche am szsten Juni 1644 der Übermacht derdänischen hatte weichen müsse». Durch einige holländische Schiffeverstärkt, gelang e« Wrangel», die dänische Flotte am rsjlen Octv-ber bei her Insel Feinern zu schlagen, und sie theils wegzuneh-men, theils zu vernichten. Er eommandirte nachher ein detachir-tes kleines Corps in Holkeiv und Schleswig gegen die Dänenmit Glück, bis der Friede zu Brömsebro (den 2Zstm August 1645),diesen Krieg endigte. Wrangel ging hieraus wieder nach Deutsch-land, und als Torstenschn (1646) wegen Krankheit genöthigt war,das Commondo der schwedischen Armee aufzugeben, wurde e-W rangeln und König-mark übertragen. Wrangel vereisigte sich