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Wunderbar
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Wuchers ;c. a. d. E. von I. A. Eberhard, Halle 7788 ; v. Eon-nensel« Abhandlungen über Wucher und Muchergesetzc, Wien i7gyund i/yi; s. auch I. C. Roth Abhandlung über den Wucher unddie Mittel, demselben ohne Strafgesetze Einhalt zu thun. Nürn-berg l7yz.
Wunder, s. b. Anh. z. d. Bd.
Wunder der Welt (die sieben). Unter diesem Namen hatman gewiss« Denkmäler der Kunst verstanden, die entweder wegenihrer ungeheuern Größe und Dauer, »der wegen ihrer ganz auögezeich»nrten Schönheit so sehr über die menschlichen Kräfte zu gehen schie-nen, daß man sie die Wunder der Welt — und da geradeihre Zahl nur sieben ausmacht, die sieben Wunder der Weltgenannt hat. Diese waren: r. die ägyptischen Pyramid en(s. Pyramiden), 2. dir Mauern und Z. die sogenann-ten hängenden Gärten zu Babylon (s. h. Art. Baby-lon und Semiramis), 4. der Tempel der Diana zu Ephe,s«S (s, Dian ent emp el), 5. die Bildsäule des olympi-schen Jupiter« (s. Jupiter), 6. das Mausoleum (s. d. Art.Artemisia und Mausoleum), 7. der Coloß zu Rho-dur. (S. Coloß.)
Wunderbar in ästhetischer Hinsicht. Der Begriff desWunderbaren in ästhetischer Hinsicht setzt den Begriff des Wunder-baren überhaupt voraus. Wunderbar nennen wir nur, was »andem uns bekannten Gange /der Natur abweichendscheint. Ob es wirklich davon abweiche, daraufkommtbei diesem Begriffe nichts an, alles aber darauf, daß der Gegen-stand wegen der schnell veränderten Richtung unsers Gedankenlaufs,wegen des überraschenden, Neuen, Seltsamen, Unbegreiflichen oderwenigsten« noch Unbegriffenen, einen Zustand in uns hervor-dringt, welchen wir den Zustand der Verwunderung nennen»Oft erscheint uns daher «uch schon das lebhaft Überraschende, Seltsameic., wenn auch nicht gerade das Abweichen von dem GewLhnli.chen und Erwarteten überhaupt, als wunderbar. Daher liegtder Reiz deS Wunderbaren nicht bloß in dem Reize der Neuheitüberhaupt, sondern, wenn wir den Begriff strenger fassen, in demStreben unseres unendlichen Geistes, das Räthselhafte zu lösen undin die verborgnen Liefen der Natur zu schauen. Da- Wunderbarescheint uns einen solchen Blick zu eröffnen, daher lieben wir dasWunderbare, und die Kunst, ihrem innern Ursprung nach auf dasWunderbare deutend, bewegt sich gern in dessen Gebiete. Hierausentsteht das ästhetisch Wunderbare, d. i. dasjenige, wasdurch den Schein des Wunders gefällt. Dieses ist aberder Fall, wenn es, in sich lebendig, unserer Phantasie ein unbe-zränztes Feld der Thätigkeit eröffnet und uns durch seine Bedeu-tung über das Gewöhnliche und Alltägliche erhebt, woraus sich er-gibt eine« Theils, wie sehr das Wunderbare mit dem Erhabnenverwandt ist, andern Theils, daß auch da« Seltsame denSchein des Wunderbaren verliert, sobald es uns gewöhn-lich wird. Mit dem Erhabnen ist es aber insbesondre ver-wandt, weil wir in diesem die Wirkung einer ungewöhnlichenKraft erblicken, die in uns das Gefühl der eignen freien Kraft er»weckt, und uns über die irdische Natur erhebt. Erscheint uns indem Wunderbaren die Wirkung übermenschlicher Kraft, welche u».srer Kraft sich drrhend entgegenstellt, dann ist das Wunderbare