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Wüttrmberg 679

mit einer Kraft, wie sie kaum in Ulrich mit dem Daumen, kaumim erlauchten Eberhard vorhanden gewesen, und so glücklich alseiner dieser Ahnherren in seinem Bemühen, reiht sich an dies« dervierte Graf, Ulrichs Sohn, Eberhard der Greiner. Er,der männlichste Ritter seiner Zeit in ganz Deutschland, und vongroßem Namen selbst jenseits des Rheins bei den Franzosen, er-kaulie während der 43 Jahre seines Wirkens (1544 — azya) ge-gen so Städte ganz oder zur Hälfte, und eine Menge Dörfer undanderer Güter, und erhielt und vertheidigte, Ntzrs er erworbenund ererbt hatte, in ununterbrochenem Kampfe gegen die Fürsten»feinde, die Reichsstädte, mit freudigem, nie gebeugtem Helden»muthe. Was die Pfalzgrafen von Tübingey besaßen, das Mei-ste, was von lübingischem Gut den Herzogen vor» Tech-angehörthatte, vieles Eigenibum der Herzoge von USlingen, der Grafenvon Eichelberg, Kirchberg, Hohenberg und Anderer/ die Graf-schaften Urach, Achaim, Asperg, Aaihingen, di« Burgen und Dör-fer unzähliger freier, mächtigerer odex geringerer, adeliger Ge,schlechter — dies alles zusammen ßtldete bereits gegen das Endedes i4ten Jahrhunderts eine auSgedehnhe, durch fremdes Besitz-thum wenig unterbrochene Strecke würtembergischen Gebiets, undauch unter den nachfolgenden Grafen, bis zur Bereinigung undErhebung der gesammten Lä'ndermaffe zum Herzvgthum, ist kaumeiner oder der andere, welcher nicht durch «ine oder mehrere be-trächtliche Erwerbungen dieselbe vergrößert hätte. Namentlichward von dem vierten Eb erb ard die Grafschaft Mömpelgard erhei»rathet. Dreizehn reiche, früher unmittelbare Mannsklöster ver«schiedener Orden und mehrere nicht unbedeutende Frauenklöster,welche unter würtembergischen Schutz und Schirm allmählig geköm»men waren, und in der Mitte dieses Gebiets lagen oder darangrenzten, zählten als integrrrend«, Nimmer entfremdete Theile zndemselben, so wie der Lehnhof des Hause« mit jeder neucrworbne»Herrschaft gewachsen war. Was den Habsburger!, und denen vonHohenzollern, welche sich auswärts einen Spielraum für. ihreKraft suchen mußten, nicht gelang, das gelang der würtembergi-schrn Familie; rings um ihre Stammburg her sah sie «inen Staatanwachsen, der Tag für Lag zunahm. Obschon sie selbst unterdie gräflichen Geschlechter zu gehören fortfuhr, nennt die diploma-li'che Sprach« jener Zeit diesen Staat doch niemals GrasschaftWürtemberg; auch war er «S nicht, sondern Aggregat verschiede-ner Graf- und Herrschaften. Glücklich war dieses slnsammenwach«ftn unter Würtemberg vorzüglich für die Grafen derselbe». Sie,

^ an die Scholle gebannt, saßen jeder in seiner Stadt oder seinemDorfe fest und unbeweglich, so lang sie dem alten Herrn ««gehör,ten; jetzr konnten sie sich in einem ausgedehnteren Vaterland» um-thun, sie kamen immer jeden Augenblick aus einer Hand in die«ädere; sie und ihr Eigmthum waren geschätzter. Nur wenig§ Eroberte« findet sich unter diesem würtembergischen Gebiet; mankennt e« nicht einmal; beinahe alle« wurde erkauft, und höchstgünstiger Umstand in dieser Hinsicht war für die Grafen das un-^ kluge Haushalten der begüterten Geschlechter in ihrer Nähe. Dies«

! verschwendeten, sie sparten und hielten zusammen; immer fehltees diesen an Geld, und sie konnten immer Geld geben, und wuß-ten sich dasselbe aus immer neuen Quellen zu verschaffen. Ergie-bige Geldquelle war vorzüglich die Landvogtei in Ober- und Nie,