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Würtemberg 637
Welt mit Erwartung ihrer Großthaten erfüllt hatten, jetzt aufdaS einfache, unscheinbare Geschäft der bloß-n Annahme einer gu-ten Verfassung beschränkt werden sollten, viele Hinzen für flch selbstwillenlos oder die verdorbene öffentliche Meinung in Stuttgartfürchtend, an dem Mund von Solchen. Als nun jene Frage zurSprache kam, trennten sich Z 2 Repräsentanten altwürtembergifcherOberämter von der übrigen Versammlung, mit der 'Erklärung,sie könnten die besondern Rechte ihrer ComUkittentin nicht auf da« *Spiel setzen, was geschehen würde, wenn die Annähme des könig-lichen Verfaffungsentwurfs von der Mehrheit der Stimme« über-haupt abhinge; sie könnten es um so weniger, da die Versamm-lung durchaus nicht befugt wäre, daS unveräußerliche Recht einesDritten, nämlich des ehemaligen Herzogthums, aus einer Art vonMachtvollkommenheit für gültig oder ungültig zu «klären. Sieprotestirtcn so; allein die Mehrzahl der Versammlung erklärtesich für die Mehrheit der Stimmen, und ließ es so an den Königgelangen, der diesen Ginn ihrer Adresse unterlegen mußt«, seineZufriedenheit damit bezeigte, und den Aweiundoreißigern unum»wunoen sagte, sie könnten nach Haus gehen, wenn sie gewiffen«»helber nicht bei der wettern Verhandlung zu bleiben vermöchten.Sie gingen nicht, sondern wußten,, ein solches Schreckenswortwar das gute alte Recht, die Versammlung dahin zu stimmen,daß sie in einer zweiten Adresse ihr dem König gegebnes Wortzurücknahm und versicherte, sie hätte nur in so fern die Stimmen-mehrheit anerkannt, als den Lltwürtembergern dadurch in ihrenbesondern Rechten nicht zu nahe getreten würde. Billig erstauntüber dies Unerhörte, ließ der König zum drittenmal über die Frageabstimmen, und nun erklärt wieder die Mehrheit der Versamm-lung in einer dritten Adresse, daß sie die Stimmenmehrheit un-bedingt als entscheidend anerkenne. So war die Versammlung!Aber nicht genug, daß sie sich auf diese Weise crbarmungsw-rthgezeigt hatte, auch von einer wahrhaft schlechten und schttnpfl'.cheirSeite sollten sich einzelne ihrer Mitglieder bei dieser Gelegenheitzeige». Denn während einer von diese» drei Abstimmungen ge-schah es, daß sich eine Rotte schlechten Pöbels von Stuttgart, pa-triotische Schneider, HaarkräuSler, und ähnliche Menschen, in bös-licher Gesinnung vor dem Ständehause sammelte: sie stand nachbestimmten Versicherungen, die einzelne davon unter Vertrautenmachten, in einer Art von Eorrespondenz mit der Versammlungselbst, wußte, was im Saal vorging, und als die Versammlungaus einander ging, drohte sie einige von denjenigen zu mißhan-deln, welche nicht im Sinn des alten Rechts gestimmt hakten.
3n der Rächt drauf behauptete sie durch Fenstereinwer-en und an-dere Unternehmungen der Art eben so kräftig das alte Recht. Die:Eiändeversammlung, welcher der König die Untersuchung des Sa-che überlkß, bedeckte sie mit dem Mantel der Liebe; es liege jadoch, schämte sie sich nicht zu sagen, lobenswerthe Theilnahme amallgemeinen Wohl zum Grunde. War das die Ursache, Laß dieVersammlung die Öffentlichkeit ihrer «Sitzungen so sehr wün>chte?Wahrlich schon damals hätte sie' entlassen und aller Welt erklärt«erden sollen, mit welchen Waffen sie /a fechten anfange; >ev»daß einzelne ihrer Mitglieder »der Ofsiciaten, wenn auch bhneWissen der andern, solches sich zu wagen getrauten, und daß sieUngestraft durchkamen, wirft ein häßliches Acht auf die Versamm: