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Zenhter Band. To bis Z.]
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694 Würtembernische Landstande

allein im Ganzen wollte immer die eine Partei recht» und die an-dere linkö; der König die fortdauernde Gültigkeit des alten Siechesund feine Ausdehnung auf das gesammte Land nicht anerkennen,die Stände von diesem Grundsatz nicht abgehen, und so zerschlugsich die ganze Unterhandlung. Am 8- Aug. vertagte er endlichdie Versammlung; sie sollte am 15. Oct. desselben JabrS ausj neuezusammentreten. Alle ihre Mitglieder hatten vom Tc-.-e der Er«iffnung bis dahin einstimmig gehandelt; die meist Unmittelbarenhofften noch Wunderdinge für sich anfangs vom Kongreß zu Wien,und dann von der deutschen Bundesversammlung in Frankfurt; dieAltwürtemberger suhlen arss ihr altes Recht; die Rcuwürtembergcrhatten sich überreden lassen und glaubten, daß auch sie entschiedenrechtlich die Versaffu>-g desHerzozthums in Anspruch nehmen könn-ten. Einer oder zwei vom Adel nebst einigen altwür-tembergischen Advocatcn waren die Seele der ganzen Ver-sammlung gewesen, und es möchte schwer zu entscheiden seyn, wel-chen Antheil wirkliche Liede zum Vaterland, welchen Egoismus anihren,Schritten gehabt haben; die andern folgten diesen, wenigeaus Übnz-ugung, der größere Theil vom Strome hingerissen. Be,reits halte die ganze Verhandlung durch die Ldvecaten lee Formdes bürgerlichen Prozesses angenommen, der, weil es am Richterfehlte, nie ausgekochten werden konnte; die Versammlung selbstwar von ihrem erstcn-unregelmäßigen Schritt an für ruhiges über-legen und Prüfen verdorben, wenn auch nicht die fixe Idee des po-sitiven Rcchks sie in ihrer eignen Lage für ihre Bestimmung un-tauglich gemacht hätte. Die Zeit zwischen der Vsrta-ung unddem neuen Zusammentreten ließen jene Häupter und Wortführerder Versammlung nicht unbenutzt für ihre Zwecke. Viele fuhrenfort, nach ihrer Heimkehr auf ihre Art das Volk zu bearbeiten,und wirklich brachten sie es endlich zum Theil auf einen beunruhi-genden Grad von Erbitterung; aber zwei Schritte derselben indieser Zwischenzeit sind hauptsächlich merkwürdig. Sie federtendie drei Mächte Preußen, Dänemirk und Hannover, welche in densiebziger Jahrgängen des verflossenen Jahrhunderts dem Herzogthumseine Verfassung garantirt hatten, ln öffentlichen Briefen auf, ih-nen behüiflich zu" seyn bei Zurückfoderung derselben, ohne daß siejedoch van dem einen oder andern dieser Höfe eine Antwort erhal-ten hätten. Aber ganz einzig in seinerArt ist der zweite. Einigejener Wortführer ließen, nach grtroffnrr Abrede, Schreiben an ihreKollegen ergehen, „sie, möchten an einem bestimmten Lage in Kön-gen sich einsinden (einem Dorfe fast in der Mitte zwischen Stutt-gart und Krrchheim, und bekannt in der Gegend durch sein Wirths-,Haus zum Schwan), mehrere der, Vertreter des würtembcraischenVolks würden, dort zusammenkommen, und Dinge, wichtig fürLas Vaterland, wären zu verabreden." Wirklich sammelte sich da-selbst am gesetzten Tage eine Gesellschaft von vielleicht icro Perso-nen: man sehte sich zu Tisch und aß und, trank; und als die Ge-sellschaft von Speise und Trank bereits guter Dinge war, erhobsich einer von den Bestellern des patriotischen Stelldichein und'spracht „Meine Herrn! Am z. Gept. sollen aus allen ihrenStädten ,mid Ämtern sich Abgeordnete in Ludwigsburg einsinden,den König- um Wiederherstellung der- alten Verfassung zu bitten.Vormittags y Uhr müssen sie insgesammt in Kornwertheim, (einDorf eine Stunde von Ludwigsburs) beisammen seyn, un8> von da."