0^8 Würzburg ^
schloffen war, dem ehemaligen Herzogtbum seine alte Versaffung ^in ihrer ganzen «nvdllk0M«>nen, »nbehülstiche» und zvm Theil Aus-gearteten Form zurückzugeben, ul-d wäre dieses wirklich von ihmgeschehen, so-ist seln'Tod, der °om Msten Ort. I8»6 unerwartet schnN!rrkolair, uack ehe etwa« in der Sacke gescheiten war, gewiß auchin dieser Hinsicht als ein nicht unglückliches Ereignis, für Würtem«borg zu betrachten. (Das weitere sehe man in den vorhergegangenenArt. W i > belm, sKönig von Würtemdeeg) und Würtemberg.)
Würzburg, das Großherzogthnm, seit dem Jahre rFiZ einTheil des ffonigreichs Bayern hat in den neuern Zeiten mancherlei ^Veränderungen crfabren. Dos ehemalige Bisthum Würzburgwurde im Jahr 741 gestiftet, Burchard ->ls erster Bischof daselbstvon dem heil. Bonifaz bestellt und geweiht, und seine Kirche vonden srLnkjlchen Konigen mit einigen Besitzungen dotirt, welchedie fromme Milde der deutschen Kaiser und Könige in der Folgtvermehrte. Die Bischöfe selbst erwarben von den benachbarten !fränkischen Grasen und Herren niedrere Besitzungen, aus .weichen ^zusammen der nachherige große TerritvriaUimfang des FürstenrhumSWürzvurg sich bildete. Der Zufall, daß ein Fürst, ein ZeboenerHerzog von Dachsen, Bischof zu Würzburg wurde, gab Veranlas-sung, daß seine Nachfolger, von der Mitte des Ihren Jahrhundertsan, den Titel als Herzoge von Franke» annahmen. In geistli-chen Angelegenheiten stand der Bischof zu Würzburg unter dcm !Erzbisckote zu Mainz, selbst nachdem Papst Benedict XIV. im !
Jahr 1752 dem Bi ckofe zu Würzburg- das erzbiscksssliche Pallirr« !
und das Kreuz ertheilt hatte. Sein Titel war: des heiligen rö« !mischen Reichs Fürst und Bischof zu Würzburg, Herzog zu Fran-ken. Ihm zur Seite stand ein zahlreiches Domcapitul, daß viel ,eigenthümliche Besirungen hatte; anqeiehne adelige Familie» be-kleideten seit langer Zeit die Erbämter des bischöflichen Hofes. .Der ganze Flächeninhalt des Hochstifts wurde aus 87 Quadratmei-len mit nzo.cxro Einwohnern, und die jährlichen Einkünfte desFürst Bischofs wurden auf 500,00a Gulden angegeben. In Folgedes Friedens zu Luncville wurde das Hochstift' Würzburg, so wiedie anocrn unmittelbaren geistlichen Besitzungen in Deutschland,durch den .Reichs-Deputstions-Hauptschluß vom Jahre igvI mitAusnahme einiger andern fürstlichen Häusern zugetheilten, unge-fähr 7 Qusdratmeilen betragenden Ämter an Bayern, zur Entschä-digung für seine Verlornen Rheinprvvinzen, als ein weltlichesErbfürstenlhum überlassen. Der letzt« Fürst- Bischof, aus dem frei-herrlichen Hause Fechenbach, erhielt für den Verlust von Würzburgeine jährliche Pension von 6-1,000 Fl. und überdies! Zcycxio Fl. alsEoadjutör dcS Fü'st-Bischofs von Bamberg. Durch den Friedenzu Presburg (den 26. December 1805) wurde Würzburg demehcmaliaen Gcoßb-rzoa von Toskana, der sein im Jahr igoZ mit !dem churfürstlichen Lire!, als Entschädigung erhaltenes, H-rzogthumSalzburg nebst Zubehör au Österreich abtrat, zugetheilt, und derchuÖfürstliche Titel wurde von Salzburg auf Würzburg übergetra- !gen. Als dieser Fürst am Msten September iZo6 dem roeiiuschenBunde beitrat, nahm er den Titel als Großherzog von Würzburgan. Die bekannten Ereignisse des Jahres IZiz und die Vorhand-lungen des Wiener Eongreffes veränderten diese Verhältnisse aufineue. Der Großherzog erhielt seinen Erbstaat Toskana wieder,and Würzburg wurde an Bayern überlasse». Das Großyec-