Wurzel Wüchcndes Heer 699
zogthumWürzburg, st wie es gegenwärtig einen Theil desKinkgreichS Bayern ausmacht, hat auf YI^ Ouadratmeilen nc-onsaEinwohner, die größtcntherls catholischer Religion sind. Das Landist W-i^ei,theils eben, aber auf drei Seiten von hohen oder wal-digen Gebirgen, den, Nhöngebi'rge, dem Haftberge und Steiger-wald, umgeben. Außer andern kleinen Flüssen durchströmt derMain einen großen Theil des Landes, und nimmt die fränkischeSaale auf. Der Baden ist sehr fruchtbar und bringt viel Ge-traide, in einigen Gegenden mehr als der eigne Bedarf erfordert,hervor; vorzüglich wichtig aber ist der Weinbau, der besondersauf den Anhöhen des Mainthales, doch aber auch in andern Di-strikten, betrieben wird. Die edelsten Sorten, der Stein- undLeistenwein, wachsen^nur in der Nähe der Hauptstadt. Der Han-del mit diesem Products ist der beträchtlichste und einträglichste fürdas Land, das übrigens nicht reich an Mineralien ist und, un-geachtet der starken Bevölkerung, wenig Manufakturen und Fabri-ken hat. Das Großherzogtpum ist in vblitischer Hinsicht gegenwär-tig in ZZ Landgerichte eingetheilt. — Die Hauptstadt Würz--bürg hat eine angenehme, doch etwas versteckte Lage an beidenUfern des goo Schritte breiten Mains, älter welchen eine 540Fuß lange steinerne Brücke führt, die beide Theile der Stadt miteinander v-rbindet. Sie hat in ungefähr lyeio Häusern gegen21,000 Einwohner. Ut-ter den öffentliche» Gebäuden zeichnet sichdas große und schöne, 1720 neuerbaute ehemalige RestdenzMoA,in welchem auch sehr geräumige Keller sind, vorzüglich aus. Denersten Rang nach ihm bat das große, reich dotirte und vortrefflicheingerichtete JuliushoSpital, welches ein Accouchichaus, einenbotanischen Garten, anatomischen Saal und verschleime Sammlun-gen bat, und für junge Ärzte sehr interessant ist. Unter den vie-len Kirchen zeichnen sich einige aus, so wie es auch verschleimeprächtige Privatgebäude gibt. Die Gassen sind, dem Alter derStadt gemäß, ungleich und zum Theil eng. Die im Jahr 1582»on dem Bischof Julius gestiftete, oder vielmehr neuorgomsirteUniversität hat bisher immer einen hohen Rang unter den katholi-schen Universitäten Deutschlands behauptet, und mehrere sehr be-rühmt gewsrdne Lehrer gehabt. Die Frequenz der Studirendensoll seit einiger Zeit abgenommen haben, doch ziehen die vorzüg-lichen medicinischen Anstalten viele Fremde herbei. Außerhalb derStadt, auf dem linken Ufer des MainS, liegt auf einem 400 Fußhohen Berge die Citadelle, die Marienburg. Auf einem Abhängedieser Berges, die Leisie genannt, wächst der Leistenwein, undauf dem ebenfalls unweit der Stadt liegenden Steinberge derSteinwein. Ilberhaüpt rechnet man auf 7000 Morgen Weinberge,welche die Stadt umgcd'n, -
Wurzel wird in der Mathematik diejenige Größe genannt,die mehrmals mit sich selbst multipliciret eine Potenz oberDignität hervorbringt. So ist 2 die Wurzel von 4, 8, 16 rc.weil 2.2 — 4; 2 . 2 .2 — 8; 2 . 2 . 2 . 2 — isi. Im er-ster» Falle sagt man 2 ist die Quadrat- oder zweite Wur-zel von 4; im andern Falle: 2 ist die Cubik- oder dritteWurzel von 8; und im dritten Falle; 2 ist die Biquadrat -oder vierte - Wurzel von 16.
Wüthendes Heer, oder wie es die Alten nannlen, Wü-tiS-Heer, ist nach der Mährchenwelt, «in Haufe Rachtgespc»-