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nurig geboren, und der zweite Sohn des um Persien sehr ver-dienten Dariut Hystaspes (s. d. Art.). Er wurde jeinem LiternBruder Artabazanes, der noch in dem Privatstunde des Vatersgeboren worden war, ohne Zwist in der Thronfolge vorgezogen.Von seinem Vater hatte er zwar die Eroberungssucht, aber nichtdie dazu crfoderltchen Fähigkeiten geerbt. Da er sich Ägyptenin einem einzigen Feidzvge unterworfen hatte, glaubte er auchden schon von seinem Vater enlworsnen Plan, Griechenland zuunterjochen, ausführen zu können. Er versammelte in dieser Ab-sicht ein ungeheures Heer. Die Geschichtschreiber geben die Zahl dessel-ben zu einer Million Köpfe an. Wen« auch, wie sich mir allerWahrscheinlichkeit annehmen laßt, die Griechen Hiebei wie ge-wohnlich übertrieben haben, und der Troß an Weibern und Skla-ven, welche dem Heere folgten, wenigstens die Hälfte desselbenausgemacht hat, so würde die Macht d>s LerrrS doch immernoch him eichend gewesen seyn, die Griechen zu erdrücken. Aberder Erfolg zeigte ganz das Gegentheil. Lerxes passirte, um au«Asien nach Europa zu gehen, den Hellespont. und ließ über densel-ben eine Schiffbrücke schlagen. Um sein Heer bequemer musternzu können, führte er die auch von seinen Nachfolgern bei^ehaltneArt «in, daß er Schranken einrichten ließ, die io,oo» Mann fas-sen konnten. Die Griechen erwarteten ihren Feind an der Gränzedes Landes, an den Engpässen von Thermopylä (s. d. Art.) Undhielten ihn einige Zeit auf.' zvo Spartaner starben hier Unterihrem Könige Leonidas den Tod der Helden. — Lcrxc« drang mitseiner Übermacht weiter vor und verbrannte das von den Einwoh-nern verlaßne Athen. Nicht sv glücklich wad er zur See. Da«erste Seetteffcn bei Artemistmn war für keinen Theil entscheidendgewesen, hatte jedoch den Griechen Neuen Müth eingeflößt, Aberdas zweit« Treffen bei Salamis, in welchem, nach Angabe der Ge-schichtschreiber, 2000 persische Schiffe gegen zgo griechische fochten,fiel für die Perser unglücklich aus. Textes lt.ß feinen Feldherr»Mardoniu« in Griechenland zurück, der aber nicht lange nachherbei Platäa gänzlich geschlagen wurde. Er selbst ging aus Schamund Unwillen nach Persien zurück, und fiel bald nachher dürch dirHand eines Mörders.
Limenes (Franz), Cardinal, Erzbischvf VoN Töledö und spa-nischer Premierminister, «in berühmter Und wirklich großer Staats-mann, dem SpaüieN sehr viel zu verdanken hakt«, war iyZ7 züLorrelvzUüa, einem kleinen Orte in AltcastilieN, wo sein VaterAdvocat Wav, geboren. Er studirte zu Salamanca, reisite hieraufNach Rom und brachte eine päpstliche Lulle mit, welche ihm dieerste offen werdende geistliche Pfründe in Spanien zusicherte. DetErzbischof von Toledo verweigerte es, ihm eine Stelle zü geben»und da Leinenes über dies« KurucksetzUng sich zü heftig geäußerthalt«, ließ er ihn in das Gefängniß fetzen. LüNcNes kam jedochwieder in Freiheit Und erhielt eine geistliche Stelle im Äiv'chipren-gel SigUetn^a, dessen Bischof, der CaidrNal Gonzalez M-ndozä,ihn zu seinem Großüicak ernannte. Er trat nachher in den AraN>ziscanrrvrden, wurde Beichtvater der Königin JsadeÜa Von Casti-lien und tgHz Erzbischof von Lbttdd. Diese Würd« nahm er erstnach vielem Weigern an Und es war ein ausdrücklicher Keishl desPapste» nöthig, uM ihn dazü zü bewegen. Er dewirs sich alsErzbischof sehr thätig, indem er für die ÄrAen väterlich sorgte,e»ns. k'p. 4t- Auch L. 4 Z