Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
710
JPEG-Download
 

7io Aork, Traf von Wartenburg.

allein ihr Antrag wurde, La die Grenville-Foxische Partei demPrinz > Regenten ergeben war, mit einer großen Stimmenmehr-heit verworfen. Das Volk unterhielt sich dagegen.mit Spottge-dichlen aui die Prinzen des königlichen Haukes. Übrigens wirdjeder Unbefangene sich leicht überzeugen können, daß der Herzognicht für einzelne Unordnungen, die vorgefallen seyn mögen, ver-antwortlich seyn kann. Es ist schon ein großes Verdienst, daß beieinem Heerwesen von 2oo,oo»Mann und gouoOfficicrcn diese Ord-nung und dieser zweckmäßige Haushalr, wie er wirklich im Gan-zen vorhanden ist, eingeführt und erhalten wurde. Doch ist esdas größte Lob für den Herzog, daß er niemals von seiner Gewaltals Oberbefehlshaber einen strengen Gebrauch gemacht oder Härteverschuldet hat. Vielmehr legt ihm die allgemeine Stimme Mildeund Mäßigung bei. li.

Bork, Graf von Wartenburg, königlich - preußischer Generalder Infanterie, Ritter aller preußischen und vieler fremden Orden.Wir beklagen den Mangel an zuverlässigen Maleriali n, der unshindert, etwas Bestimmtes über die frühern merkwürdigen Begeg-niffe dieses ausgezeichneten Feldherrn mitzutheilen, dessen Leben wirnur seit dem Jahre 1806 zu schildern vermögen. Er war damalsOberst und Commandeur en Chef des Jägercorps und cvmmandlrtein dem Feldzuge dieses Jahrs erst die Avant-, später die Arrr'er-garde des Corps des Herzogs von Weimar, dessen Elbüberganger nach den Unfällen an der Saale lo geschickt deckte, daß die nach-drängende feindliche Übermacht keinen Vortheil erlangen konnte.Im Gefecht bei Wahren in Mekienburg verwundet und nach Preußengebracht, entging er dem Schicksale der Blücherschen Armee beiLübeck und fand dort ein; Anstellung. Bei der Reorganisation despreußischen Heeres im I. igog ward er als Generalmajor zum In«spccrcur sämmtlicher leichten Truppe» ernannt. Im I. 1812 beidem preußischen Hülfscorps *) unter Gencrallieutenant von Gra-wert angestellt, erhielt er dessen Oberbefehl, als jener General we-gen Kränklichkeit das Eommando niederlegte; — dieser Feldzugführte zwar einige hitzige Gefechte herbei, aber schwieriger warddie Lage des Generals, als Buonapartc dem 10. Corps den Rück-zug nach der Memel befahl; er führte hier die dritte Colonne,welche, die Arriergarde bildend am 20. Dec. 1812 von Mitau ab-marschiere, verfolgt von den Abtheilungen der Generale Wittgen-siein und Paulucci (die am 27. bereits in Memcl einrückten), wäh-rend die Vordertruppen des Feindes sich bereits an der Memel aus-breitete». Nicht sowohl das Kritische dieser Lage, welche wohldurch der Truppen erprobte Tapferkeit verbessert worden wäre,als vielmehr ein Blick auf die politischen Verhältnisse, veranlaßtenden General von Uork zu der bekannten Convention vom zo. Der.1812, kraft welcher sich das preußische Corps von den Franzosentrennte, und unabhängig neutrale Quartiere bezog. Dieser Schritt,der gleichsam das Signal zur allgemeinen Bewegung in ganz Preu-ßen gab, ward zwar zuerst von dem Könige, der noch durch wich-et) Es bildete dieses Sc>,vc>o Mann stark« Cvrcs mit der aus Poleü,Bayern und Westphalen zusammengesetzten Division Grandjean das»0 Corps der französischen Armee unter dem Marschoii Macdonald,bestimmt den ttnkili Flügel des französischen Heeres zu decken und gt-gen Siiga zu vperiren.