Zauner 725
I. näher als sonst bringen kann. Um das Bild si>esto stärker zu er-
r«. leuchten, ist an der Rückwand der Laterne ein Hohlspiegel ange-
elle bracht, in dessen Brennpunkt« sich eine brennende Lampe befindet,
ten Die Zauberlaterne hat auf die Erfindung des Sonnenmikroscopt
srn, geleitet.
ich- Zaun er, (Franz), Hofbilbhauer, Professor und Rath der
ier, kaiserlichen Akademie der bildenden Künste zu Wien, wie auch seit
zur 1806 Director der dazu gehörenden Mahler- und Bildhauerclaffe,
kter . ist geboren zu Konutzberg (nach andern Kauns) im deutschen Tyrol
lor- 174Ü (nach Andern -748). Die Lust zur Bildhauerei zeigte sich
fat- früh bei ihm, er bildete sie bei einem Better, der Bildhauer war,
chen aus. Der Trieb, sich zu vervollkommnen, brachte ihn nach Wien.
rem Er kam 176Ü dort an, arm an Geld, aber reich au Enthusias-
sau- mus und Kunsteiser. Er arbeitete fünf Jahrs bei dem geschickten
Ea- Professor Echletterer. Jede Rebcnstund« benutzte er, um theils
sein nach der Natur, theils mach den wenigen vorhandenen Abgüssen
Ar- der Antiken sich zu bilden, und so bahnte sich sein Genie den ei-
genen Weg, frei von dem Zwang der Schule. Er arbeitete un-ra'i ter dem Hofbilbhauer Bayer an der Verzierung des Gartens zu
der Schönbrunn. Rastloses, selbst in der Rächt fortgesetztes Stu-rz dium trachte ihn so weit, daß er nun wünschte, unter eignem
rot, Namen etwas Schönes auszuführen. Bald fand sich Gelegenheit,
hrt. Es sollten Statuen zu einigen Brunnen in Schönbrunn verfertigt
744) werden. Zauner meldete sich deßhalb bei dem kunstliebenden Für-
lieb- sten Kaunitz, der ihm auftrug, binnen 15 Lagen ein Modell zu
'ina- einem der Brunnen zu arbeiten. Es sollte die drei größten
drei , österreichischen Flüsse mit ihren Attributen vorstellen. Das Mo-
ver- bell wurde zur bestimmten Zeit fertig, erhielt allgemeinen Beifall
agen und Zauner führte es nun im Großen aus. Er erwarb sich da-
all. durch die Gunst der Kaiserin Königin Maria Theresia, so wie des
Man Fürsten Kaunitz, und wurde 1776 ais Pensionär des Hofes nach
Spie- Rom geschickt, wo er sich vier Jahre hindurch theoretisch und
lein- praktisch ausbildete. Eben wollte er nach Neapel reisen, als er
>uer- 1781 nach Wien zu der erledigten Professur der Bildhauerkunst be-
cäch- rufen wurde. Dort führte er das in unbestimmte Manier ausge-
mit artete Studium der Bildhauerei auf richtigere Grundsätze zurück,
erri- die ihm die Natur, in Verbindung mit der Antike, darbot. Von
«legt eignen Werken führte er folgende aus: Klio, die Muse der Ge-
ömi- schichte, sitzend dargestellt, in carrarischem Marmor, für den FürstenSäu> Kaunitz. Das Denkmal der gräflich Friesischen Familie zu Best-eche lau. Bier colossale weibliche Karyatiden, am Portal des Palaisaus« des Grafen von Fries am JosephSplatz zu Wien. Zwei Brusrbil-
hiee der Kaisers Franz II. Hymen, im Museum d's Grafen von
und Fries. Die in Bronze gegossene colossale Bildsäule, die Kaiser
>. Franz II. seinem Oheim Kaiser Joseph kl. zu Ehren auf dem Jo-
sephsplatz bei der kaiserlichen Burg in Wien 1807 errichten ließ.sicher Da dies sein berühmtestes Werk ist, erlauben wir uns, etwas Rä-
i i» heres darüber zu sagen. Nach der Idee des Künstlers sollte dies
D» Monument einfach, edel und erhaben seyn, wie es der große Mo-
e ge- narch selbst war. Er wählte daher den Moment zur Darstellung,
das wie der geliebte Herrscher in ruhigem Schritt zu Pferde sitzt, den
iw.rn, Arm sanft vor sich hingestreckt, und in der Mitte seines Volks,
s be- für dessen Wohlfahrt wachend, einher reitet. Durch das römi-
Slrst sehe Eostum, durch die Architektur des PledestalS, und durch dir