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Zenhter Band. To bis Z.]
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7 30 Zeichnungskunst

tcn sie die Feinheit und den zarten Schwung der Striche, hierarbeileten sie mit dem Griffel auf geglättete Buchsoaumtafelnund bisweilen auch auf Membrane» oder zubereitete mit Wachs ^üb,rzogne Lhierrelle. In der dritten Lehrcpoche mußten sie Seich« >tigkeit und Freiheit erwerben, hier wurde der Pinsel stattdes Griffels genommen und mit ihm auf weiße Tafeln schwarzeoder rothe, auf schwarze Ta'el» weiße Skizzen aufgetragen. Hier-zu wurden auch oft gekreidete oder gegyvste Tafeln genommen. ^Die Linearzeichnung wurde zur höchsten Vollkommenheit gebracht lund in ihr verherrlichten die größten Meister ihren Triumph. -Der Wettstreit des Apelle« und Prptogenes in solchen mit unge-meiner Zartheit und Leichtigkeit hingcworfnen Linien, welche ganzdie Meisterhand verriethen, ist bekannt. Diele Feinheit und Rein-heit der Umrisse ist auch der Hauptsorzug aller berühmten Vasen»gemählde; etwas Hartes und Trocknes erhielten selbst die aufsolche Umrisse ausgeführten Gemählde, und man kann wohl behaup-ten, daß diese Art zu zeichnen der Alten, durch den Einflußder byzantinischen Schule auf das westliche Europa, auch den srü.Hern trocknen und magern Styl der altitalienischen sowohl als >altdeutschen Schule veranlaßte. Wir erwähnen die Tetrachremen ^(dreifarbigen) und Polychromen (vielfarbigen Gemählde) der 'Alten nicht weiter hier, weil sie schon ins Gebiet der Mahlere!gehören. Wenn'wir in der neueren Zeit die ^eicknungSkunst be-trachten, so theilen sich hie Arten zu zeichnen in drei Haupt-gattungen ein: mit der Feder, mit der Kreide, und mitTusche (eil lavis). Man zeichnet iheils auf farbiges, theilsauf weißes Papier; bei dem erstem werden die Lichter mit weißer sKreide aufgesetzt, bei letzterm aber werden fle ausgespart. Di«Federzeichnungen haben stets etwas Hartes, Ungefälliges,,doch geben sie der Hand Sicherheit und Leichtigkeit, besonder«Nützlich sind sie für Landzeichner. ES gibt zweierlei Arten von iFederzeichnungen: entweder wird an der Schattenseite die Zeich-nung mit Schrafsirungen (flsolaiu-e,) verstärkt; »der es werdennur die Umrisse mit der Feder angegeben und der Schatten wirdsanft getuscht. Dies ist besonders geeignet für architektonischeZeichnungen so wie auch für historische Skizzen. Die Kreide-zeichnungen sind die gebräuchlichsten und am, geeignetsten füralle Kunstlehrlinge, weil sich hier Fehler verwischen und verde-cken lassen. Man bedient sich dazu lowohl der schwarzen als ro- ^then Kreide, und höht, wenn der Grund farbig ist, mit weißer ,Kreide die Lichter auf. Behandelt man die Kreide so, daß mansie schabt und sie verwischt mit kleinen Rollen von Papier oderLeder aufträgts, welche Estompes heißen, so bekommt eine solcheZeichnung ein äußerst weiches und gefälliges Ansehen, obgleichweniger strenge Bestimmtheit. Diese Manier, die ä 1'«Stompsheißt, eignet sich besonders, um breite Massen von Schatten undHelldunkel anzugeben und einen harmonischen Lichteffect hervor)«- >bringen. Es gibt auch Kreidezeichnungen, wo die Hauprfarbender dargestellten Gegenstände ganz leicht mit bunten Stiften an- !gedeutet werden; diese eignen sich besonder- zu Portraits. Z» !diese Gattung von Zeichnungen gehören auch die mit Bleistift undSilbcrstift auf Papier und Pergament, die sich zur zarten Aus-führung kleiner Gegenstände eigne»; man nennt dies crayon-airte Zeichnungen, bisweilen sind sie ganz zart mit einer treck-