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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zigeuner 7Zz

rakter« böllkg verwischt seyn werden. Vor wenigen Jahren warihre Lebensart noch immer sehr rauh, und sie konnten sich nochnicht recht in die Ordnung und Verhältnisse der bürgerlichen Ge-sellschaft fügen. Ihre Wohnungen waren elende, Lhierhöhleaähnliche Hütten. Ackerbau ist ein ihnen verhaßtes Geschäft, undsie können nur durch Zwang dazu angehalten werden. Eine ihrergewöhnlichsten Beschäftigungen ist das Schmiedehandwerk und dasAusbessern alter Kessel und Pfannen. Auch verfertigen sie ausEisen oder andern» Metall Ringe, Rägel Und andere Kleinigkeiten,mit denen sie einen unbeträchtlichen Handel treiben. Bei ihremnatürlichen Hang« zur Trägheit arbeitm sse nur dann, wenn dasBedürfniß sie dazu zwingt. Sie beweisen ührigens, ungeachtetder schlechten Werkzeuge, die sie zu ihren Arbeiten haben, vielGeschicklichkeit, so wie es ihnen überhaupt nicht an natürlichenAnlagen fehlt. Es gibt bisimilen Leute unter ihnen, die es inder Musik zu einer nicht gemeinen Fertigkeit bringen. In Sie-benbürgen und dem Banst beschäftigt sich auch eine Anzahl Zi-geuner, die dazu besondere Erlaubniß erhalten, mit Goldwäschen,das heißt, mit Reinigung des bisweilen ziemlich goldrefchcn San-des der Flüsse dieser beiden Provinzen. Diese Beschäftigungdauert jedoch nur den Sommer hindurch, und ist krincsweges ein-träglich. Andre und gewöhnlichere Erwerbszweige der Zigeunersind Wahrsagen, Betteln und — Stehlen. Die Anzahl der inden Provinzen der österreichischen Monarchie lebenden Zigeunerwird von Einigen, aber offenbar zu hoch, auf zc>o,c>c>o Seelen an-gegeben. Nach wahrscheinlichern Nachrichten sind ihrer in Ungarn5<>,ücx>, in Siebenbürgen gegen 40,000 und im Banst und derKuckowina ungefähr 8000. In der Moldau und Walachei wer-den Zigeuner häufig angetroffen; sie sind entweder fürstliche Unter-thanen, und treiben auch hier zum Theil Goldwäscherei, oder siesind Sklaven der Edelleute (Bojaren). Noch häufiger sind sie inBeffarabien, in der Tartarei, in Bulgarien und ander» türki-schen Provinzen; selbst rft EoNstaNtinopel sind sie zahlreich. Daßin diesen selbst noch so wenig civilistrken Ländern auch die Sittender ArgeUner äußerst roh, und ihre Beschäftigungen oft die ver-worfensten sind, läßt sich leicht erachten. Aber in dem tolerantentürkischen Staate wird jeder geduldet, dkr sein Kopfgeld entrich-tet. In Rußland hat ihnen Eatharina II. unangebante Lande»reien angewiesen, Um sie zu einer stäken Lebensart und nützlichenThätigkeit zu gewöhnen. Reisende haben in einigen GegendenAst ns und in Ägypten Zigeuner angetroffen. — Die eigentlicheHerkunft dieses sonderbaren Kolks blieb lange räthselhase; ikreeigne, oben erwäh'nte Angabe darüber trug offenbar den Chara?»ter der Erdichtung. Erst in den Neuern Zeiten sind gelehrt«Sprachforscher durch Untersuchung der eigenthümlichen Sprache derZigeuner auf die höchst wahrscheinliche Vermuthung geleitet wor-den, daß sie aus Hindostan (s. d. Art.) hetstammen, und daß sieZU der niedrigsten und verachtelsten indischen Easte, oder vielmehrzu, dem Auswurf aller Übrigen Casten, den PadrüS, gehört ha-ben. Die auffallende Ähnlichkeit der Sprache der Zigeuner Mitder in Hinraffe-» gewöhnliche», nicht Nur in einzelnen Wörtern,sondern auch seebst im Bau der Sprache, Und die Gleichheit derSitten der Ziezeuner mit denen der Parias in Hindeßan erheben»ie Vermuthung über ihre indische Herkunft fast bis zic Gewiß-