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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zinke Zi«N 7S§

ltcher Handel damit getrieben. Auch der Handel mit dem ostin-dischen Zink, der mit einem besondern Namen Luttanego heißt,ist bedeutend. In Sachsen, Pole« und Ungarn findet man auchhier und da Zink.

Zinke beißt I. ein zugespitzter Theil eines Instruments,z. B. eener Gabel; bei den Jägern, die Enden am Hirschgeweihe;r. ein musikalisches Blasinstrument, gerade oder krumm, und vonverschiedener Art. Es war ehemals gewöhnlicher und wurde be-sonders g-braucht, um bei Lhören die Partie» zu dirkgiren. DieSkadtpftifer hießen davon ehemals Stadtzinkenisten. Im Italieni-schen heißt es Loenerto ( Lornottino ), französisch Lornet il Lo«-gnin. Die gekrümmte Zinke hat beinahe die Figur eines große«lateinischen 8. Bei.den Orgelbauern heiße» Zinken die Orgel-pfeifen , die zum Schnarrwerke gehören.

Zinn. ein weißes, weiches, im Feuer leicht flüssige» Metall,das, mit andern Metallen versetzt, diese spröde macht; es ist un-ter allen bekannten Metallen das leichteste. Man findet es nir-gends gediegen, sondern stets vererzt, in Zinngraupen, Zwitter,Ainnstein und Ainnspat. I« Europa wird es in England, Böh-men und Sachsen, in Asten auf der Halbinsel Malac a und inChina gefunden. Es findet sich auch noch in einigen ander»europäischen Ländern, aber nur in geringerer Menge und Güte.England hat unter allen europäischen Ländern die erste« Zinnberg-werke gehabt; fie find in den Grafschaften Cornwall und Devon(Devonshkre), und geben eine jährliche sehr bedeutende Ausbeute.I» Deutschland hat ein englischer Bergmann, der aus Mißver-gnügen sich dahin geflüchtet hatte, in der letzten Hälfte de-inen Jahrhunderts (von 1252 an) die ersten Zinnbergwerke er-öffnet. Die böhmischen Zinnbergwerke sind zu Schlakenwalde,Zmnwalde, die sächsischen zu Altenberg, Sinnwalde, Eibenstockund Geier. Das englische Zinn behauptet den ersten Rang inEuropa, doch steht ihm das böhmische und besonders das sächsi-sche Zinn an Güte wenig nach. Das ostindisPe wird für- das vor-züglichste unter allen gehalten. Das Zinn wird mit andern Me-tallen vermischt, und es werden dadurch verschiedene Cnmpositw-nen hervorgebracht; am häufigsten wird es mit Blei versetzt, wor-aus da« sogenannte Pfundzinn entsteht, das nach der Propvrlivnder Mischung verschiedene Namen erhält. Die Jinngicßer verfer-tigen aus dem Zinn die bekannten Hausgeräthe. Es wird häufigzur Verzinnung der Eisenbleche (Weißblech), kupfernen Geschirre,Pferdegebiffe, Sporen rc. gebraucht, um die Metalle, die ma»damit überzieht, länger gegen den Rost zu verwahren. Zu ganzfeinen dünnen Blättchen geschlagen heißt es Staniol (s. d. Art.)und wird zum Belegen der Spiegelgläser, oder, gefärbt, zumBelegen andrer Sachen gebraucht. Es wird, mit andern Metal-len verletzt, zu Orgelpfeifen, Buchdruckerschrift?« und Glockengutverarbeitet. Durch Auflösung kann es zu verschiedenen Arbeite«benutzt werden. Jedes Zinn, auch das beste, ist nicht ganz freivon Arsenik, nicht selten ist es, wie z. B. das englische Stangen«ilnn, mit Blei versetzt. ES kann daher die größte Vorsichtbeim Gebrauch zinnerner oder verzinnter Gefäße nicht genug em-pfohlen werden, daß man nämlich, da das Zinn sich sehr leicht«uflös't, nicht solche Speisen, die leicht scharf und sauer wer-den, dari« zubereite »der sie lange darin aufbewahre.