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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zinzendorf

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thum an demselben, wen» er auch den SrbzknS schuldig bleibt,und der ZinShcrr muß deßwegen ordentliche Klage anstellen. Derin den alten sächsischen Rechten verordnete Rutscherzins (Zins»zins oder Zins »om ZinS), da der schuldig verbli'cbne Zins mit je»Um Lage erhöht wurde, ist nicht mehr gewöhnlich. — Laas-> zinS (Laß zins), die Abgabe, welche von Gütern, die nur aufeine Zeit lang zur Benutzung überlassen worden (Saßgütcr, Laß»wiesen), zu entrichten ist. — Miethzins, der für die Benutzungeines ganzen Hauses oder einzelner Theile desselben bezahlt wird. —Zinsen, Interessen für ein dargeliehenes Kapital, als Entschä»digung für den Darleiher wegen Entbehrung des Kapitals auf'dieZeit des Darleihens. Der Zinsfuß (Betrag der Zinsen) ist nichtüberall und zu allen Zeiten einerlei; er richtet sich theils nach derMenge des in einem Lande vsrhandnen Geldes, und die Zinsenfind um desto höher, je ärmer ein Staat an Gelbe ist, im Gegen-theile aber werden sie niedriger, theils ist er durch die Landesge-setze vorgeschrieben. In den frühern, geldarmen Zeiten waren dieZinsen i» Deutschland und andern Ländern sehr hoch; selbst deraus Amerika gekommne Reichthum machte keine Änderung darin.Die Päpste fanden für nöthig, Verordnungen deßwegen zu geben;Clemens VII. setzte sie 1592 auf 7 Procent herab. In Deutsch-land wurden sie durch Reichsgesetze auf fünf vom Hundert festge-setzt. Dieser Satz wird noch in den meisten deutschen Ländern als ,der höchste erlaubte angesehen; nur in Wechseln sind sechs vom Hun- 'dert erlaubt. Aber weder diese Verordnungen der Gesetze, noch diein denselben für die Übertreter gedrohten Strafen können verhin-dern, daß nicht Wucher getrieben und weit höhere Zinsen, alsGesetze erlauben, von Darleihern verlangt und von Schuld-zugestasden werben. In keinem Lande sind so hohe Zinsen,

invir von der Regierung, bczalt worden, als in Spanien, wohindoch so große Schätze aus Amerika fließen. Zu den Zeiten Carls II.war der spanische Hof genöthigt, die aufgenommnen Kapitalienmit zwölf bis fünfzehn som Hundert zu verzinsen; so groß warder durch die äußerst schlechte Staatswirthschaft erzeugte Mangel.—Noch gibt es Verzugszinsen, unter denen man gewöhnlichdiejenigen versteht, die bezahlt werden müssen , wenn das schuldigeKapital nicht zu bestimmter Zeit bezahlt worden ist.

Zinzendorf (Nikolaus Ludwig, Graf von), der berühmteStifter der unter dem Namen der Brüdergemeinde (s. d. Art.)»der Herrnhuter bekannten Religionsgesellschaft, wurde am 26.Mai 1700 zu Dresden geboren. Nach dem frühen Tode seine- Va-ters, der chursächsischcr Eonserenzmimster war und in großer Ach-tung stand, wurde er in der Lausitz auf dem Lande, in dem Hauseseiner Großmutter, einer Frau von Gersdsrf, erzogen, die einefromme und gelehrte Dame war, eine Sammlung geistlicher Liederund poetischer Betrachtungen herausgab und ynt dem gelehrtenEchurzflsisch lateinische Briefe wechselte. Zinzendorfs erste Jugendfiel gerade in die Zeit, da die Meinungen der Pietisten (s. d.Art.) oft und viel besprochen wurden. Dies und der Umstand,daß der fromme Spener oft in das Hau- der Frau von Gersdsrfkam, -a den jungen Zinzendorf sah und einsegnete, trug, nebstden Andachtsübungen, die täglich im Hause gehalten wurden, un-streitig viel bei, in dem lebhaften Knaben religiöse Gefühle zu er«nges, dir bald in eise gewisse Schwärmerei überging»». Roch