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Zenhter Band. To bis Z.]
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7^4 Ziska

welches Böhme» dem König von Polen, NladkslaS V-, wider diedeutschen Ritter zuschickte, und zeichnete sich dabei, besonders indem blutigen Treffen bei Tanneberg (b. 14. Juli 1410), durch seineTapferkeit und Klugheit so aus, daß Dladislas ihn durch ein "besondres Schreiben dem Könige von Böhmen empfahl. Doch ver-lor Siska in diesem Feldzuge, ungewiß durch welchen Zufall) einAuge. Daß er deßwegen den Namen Ziska (Einäugiger) erhal-ten haben soll, ist ungegründet; denn dieser Name war sein eigent-licher Geschlechtsname. Nach seiner Rückkunft aus dem Feldzugeblieb er an dem Hofe des Königs Wenzel. Die Bewegungen, diein den letzten Regierungsjahren dieses KinigS durch das Mißver-gnügen eines großen Theils der böhmischen Nation über das .Schicksal der beiden Reformatoren, Huß und Hieronymus (s. d.Art.), entstanden, eröffneten Aiska's unruhigem und thätigem Gei-ste Gelegenheit, sich auszuzeichnen. König Wenzel hatte, aus Be-sorgniß eines Aufstandes der Husfften, den Befehl gegeben, daß jsämmtliche Bürger, zu Prag alle ihre Gewehre auf das königlicheSchloß abliefern sollten. Auf Ziska-s Rath und unter seiner An-führung gingen alle Bürger zugleich vor das königliche Schloß.Der König, über diesen Schritt und Ziska'S Anrede an ihn betrof-fen, ließ den Bürgern ihre Waffen. Ziska hatte sich dadurch zwarden Zorn des Königs zugezogen, aber auch die allgemeine Achtungder Hussiten erworben, und da diele 1419 auf die Reichung desAbendmahls unter beiderlei Gestalt drangen, setzte Ziska es inPrag mit Gewaltthätigkeit durch , daß es geschehen mußte. KönigWenzel starb vor Gckreck über diesen Borfall. Da sein Bruderund Nachfolger, Kaiser Siegmund, zögerte, die Regierung in Böh-men zu übernehmen, so gewann Zrska dadurch Zeit, seinen An-hang und seine Wacht zu vermebren. Doch mußte er sich anfangsvon Prag entfernen und nach Pilsen begeben. Ein Haufe schwär- !merischer Hussiten hatte sich unterdessen auf den Berg Tabor im !bechincr Kreise begeben sind legte da eine neue Stadt an, wovon >sie den Namen Laboriten erhielten. Dieses Unternehmen wardas Signal zum Bürgerkriege im Böhmen; denn die Taborkien iüberfielen die benachbarten Städte und verwüsteten sie. Ziska Istellte sich an ihre Spitze und befestigte die neue Stadt auf «imArt, die seiner Einsicht in die Kriegswiffenschaft Ehre machte,Auch schreibt man ihm die Wiedereinführung und Verbesserungder Wagenburg (s. d. Art.) zu, durch welche er, bei gänzli-chem Mangel an Reiterei, sein Fußvolk gegen die feindlichen An-griffe sicherte. Er bewährte sein Feldherrntalent auch dadurch, daßer seinen schlecht bewaffneten und undisciplinirten Hausen in sehrkurzer Zeit zu einem Heere organisirte, dem man nicht widerste-hen zu können glaubte. Einige Vortheile, die er über die sichihm entgegenstellenden Truppen erfocht, verschafften ihm beßreWaffen und Pferde zu einer Reiterei. Diese Laboriten, die ^bei ihrer Entstehung ganz unbedeutend geschienen hatten, warenes, die, in «in regelmäßiges Heer durch Ziska umgeschaffen, durchihre, von religiösem Enthusiasmus entflammte, aber freilich mitungezähmter Wildheit begleitete Tapferkeit sich in der Folge stfurchtbar machten. Ihre ersten Unternehmungen bewiesen deutlich,daß sie nicht von Raubbczrerde, sondern mehr von Rachsucht gelei-tet wurden. Die nicht zu entschuldigenden Grausamkeiten, dieHiska selbst beging, wurden theils durch die Absicht, sich furchtbar

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