Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
767
JPEG-Download
 

Zsbtenberg 767

res Tribut- damit bezahl«» müssen. Es werden aber jetzt weni-ger Zobel an die Krone eingeliefert als sonst, denn theils habendie Zobel, weil man sie zu häufig gefangen, überhaupt abgensm-

> wen, theils find die Tartarn klüger geworden, verkauf.« die ge-fangnen Zobel an Schleichhändler für einen bessern Preis undzahlen jetzt ihren Tribut in andern Thkerfellen oder auch in baa-rem Gelde. Zn frühern Zeiten, da sie das Pelzwerk noch so brach,ten, wie sie es fingen, kamen oft Zobel von höh-in Werthe beiden kaiserlichen Eassen ein. Die eingelieferten Zobelfelle werdenmit einem Lieget bezeichnet und nach Petersburg geschickt. Unge-achtet deS strengen kaiserlichen Befehls, alle Zobelfelle einzuliefern,werden doch sehr viele heimlich verkauft. Der Preis der Felle istnach der Güte derselben sehr verschieden; auch die Größe der Felle,ob sie mehr oder weniger dickhaarig find und, einen gewissen Glanzhaben — dzn die alten, verlegnen Bälge gewöhnlich verlieren — w-ro

- dabci berücksichtigt. Bon den guten Fellen wird das Stück zwischen

> fünf bis zehn Rubel bezahlt. Man hat auch weiße und graue Zo-^ bel, ferner von kastanienbrauner Farbe mit einem Goldglanze uild

- schwarze mit einem Silberglanze. Die weißen sind sehr rar und

> werden als eine Selt-nheit »Heuer verkauft; von den kastanien-braunen wird das Stück mit so bis 40 Rubel bezahlt. Zu einemZobelpelz gehören viele F-llcheN, und wenn er aus lauter schwar-zen Fellen besteht, die einen Gilberglanz haben, so wird er auf5 bis 10,000 Rubel geschätzt und nur zu Geschenken für fürstlich«Personen gebraucht. Die Russen verstehen die Kunst, die Zobelzu färben oder durch Räuchern zu schwärzen. Die gefärbten Zobelkann man leicht an dem Mangel des Glanzes, den die von Natvrschwarzen Haben , oder dadurch erkennen, daß sie, wenn man siemit einem weißen Tuche reibt, abfärbe». Daß sie durch Räu-

i chern schwarz gemacht sind, erkennt Man an den gekrümmtenI Haaren, denn bei einem guten Kell« Müssen die Haare alle gleich, seyn, und wen» man es mit der Hand streicht, nach allen RichkUrngen folgen. Die Ehinesen solle» die Kunst, die Zobel zu färben,in einem so hohen Grade der Vollkommenheit besitzen, daß man sievon den echten nicht unterscheiden kann.

Zobtenberg, ein bekannter Berg in Schlesien, zwei Meilen«0« Schweionitz, fünf Meilen von Breslau entfernt. Er hat wahr-, scheinlich seinen Namen von dem nicht weit entlegnen Städtchen- sobten, wird aber im gemeinen Leben auch der Zottenberg! (Zothenberg) genannt. Er steht mit dem sude tischen Gebirge! in Verbindung, hat eine fast kegelförmige Gestalt, eine senkrechte§ Höhe von mehr als ssoo Fuß "und 10,400 Schritte im Umfang«.Auf drei Seilen wird er von einer weitläufigen Ebne umgeben,gegen Mittag aber gränzt er an den Griersberg. Auf der höchstenSpitze desselben stand schonim elften Jahrhunderte ein Schloß,

, das, nach mancherlei Beränderungen der Besitzer, 147t als Raub-siblvß zerstöre wurde. Seit 1702 ist an dessen Stelle eine klein«Kirche erbaut word.n, zu weicher am Feste Mariä Heimsuchungzahlreiche Wallfahrten gemacht werden. Säbwestwäkts hinter derKirche ist ein hoher und steiler Felsen, von welchem man fast ganzEchtesten überseh.n kann. Der übrige Theil des Berges ist mitHilz dicht bewachsen. Es finden sich da auch gute Marmorbrüche.Der Berg dient übrigens den Landleuren in Schlesien zumWetteran-teiger. Wenn er mit'Gewölk bedeckt ist, sv erwartet man Stegen; ist «r