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lichtblau und hell, so steht gutes Wetter bevor. Luch erzählt manvon diesem Berge allerhand abenteuerliche Mährchen aus älternZeiten.
Zodiakus, s. Anh. z. b. Bde.
Aoega (Georg), ein Däne, war einer der größten AlterthumS-forscher unsrcrZeit und dabei einer der edelsten und seltensten Män-ner. Er war im Jahre 1756 in Mögeltonder in Jütland geboren.Er studirte in Göttingen und zeichnete sich schon vor dem 21.Jahre durch viele gelehrte Abhandlungen aus, die er in deutscherund dänischer Sprache schrieb. 1777 ging er nach Italien undkam 1779 in Rom an. Seitdem wandte sich all sein Streben aufdie Archäologie. Zoega hatte unstreitig durch Wrnckelmann die er-sten Anregungen zu einem tiefern Erforschen der Altertyumskundeerhalten, aber so ähnlich sich beide große Männer in ihrem ernstenrastlosen Streben, ihrem regen Schönheitssinn und ihrer Gelehr-samkeit waren, so verschieden war ihre innerste Geistesrichtung. InWinckelmann war mehr der populäre und plastische Geist der Alteneingedrungen, er sah in den antiken Kunstwerken die freigewordueForm, das Mittel, wodurch das dichterische Gemüth sich gleichsamveräußerucht und -andern sichtbar erscheint. Zoega hingegen sa« inden Werken der alten Künstler und Dichter mehr den tiefverborg-nen Gedanken, sie waren ihm geheimnißvolle, deutungsreiche Sinn-bilder, die ihn stets wieder in das Hekligthum des innern Gemü-thes zurückführten; er ließ sie auf seine Seele wirken wie die Tie-fen der Natur und des Lebens, deren Dollmetscher sie ihm waren.Er trennte und verband auf solche Weise immer selbstthätig deninnern geistigen Sinn und die vollendete äußere Schönheit einetKunstwerks, und in diesem Scheiben und Vereinen lag eben Zoega'«Hinneigung zu den, von ihm so tief durchdachten, Orphikern undNeuplatonikern. Zoega hatte die echt antike Bildung nicht bloß mitVerstand und Gedächtniß aufgefaßt, sie war lebendig in ihn über-gegangen ; keine Geister neuerer Zeit berührten seine Weltansichtund sein innerstes Leben so vielfach wie die Alten. Je näher manihn kennen lernte, um so deutlicher fühlte man dies, sein Umganghauchte griechischen Sinn, selbst durch die Form seines Gespräch«,das in leichter und anmuthiger Kürze reich an den menschlichstenBeziehungen war und absichtslos belehrte. Sein Ernst und seineRichtung nach innen, die frühzeitig zum Schwermüthigen sichneigte, hätte leicht durch viele Sorgen und Leiden ganz darin un-tergehen können, wenn nicht aus Griechenland milde Heiterkeitihm zugeweht wäre. So reizbar er auch für kleine Verdrießlich-keiten war, so überwand er doch diese Stimmung durch großeGeduld und erwarb sich eine stete ruhige Heiterkeit. Dies drücktesich sehr wohlthuend in ihm aus, als ein stiller Frieden, der durchErtragen und Vergessen erworben wurde und der das Leben un-abhängig macht von dem Erlebten. Zoega war unausgesetzt theil-nchmcnd gegen seine Freunde und wahrhaft verklärte Seeienblickeverriethen oft, in welcher heitern Höhe seine Gedanken über derbeschränkten Gegenwart schwebten. Auffallend war in seinen frü-hern Jahren em gewisser geistiger Eybeledienst, eine AnbetungGottes in der Natur, vorherrschend in ihm. Der Einfluß seinerZeit, die durch die kalte Aufklärung zu einer neuen Frühlings-wärme des Glaubens überging, wirrte später auch auf ihn., L«Beobachten des Äußerlichen der Religion war »r streng, er ließ e«